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Lauenburg Lauenburgische Wirtschaftsförderer weisen Hamburger Kritik zurück
Lokales Lauenburg Lauenburgische Wirtschaftsförderer weisen Hamburger Kritik zurück
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11:05 30.10.2012
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Herzogtum Lauenburg

Geschäftsführung und Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderung im Kreis Herzogtum Lauenburg (WFL) haben die jüngst wieder aufgeflammte Kritik an der WFL-Standortinitiative zurückgewiesen. Die Diskussion werde polemisch geführt und verzerre die Tatsachen, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Matthias Esche gestern in Ratzeburg.

Vor allem aus Hamburg hatte es in den letzten Wochen Kritik daran gegeben, dass die WFL in der Millionenstadt mit riesigen Transparenten für Firmenansiedlungen im Lauenburgischen geworben hatte.

Esche und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Schlie legten eine gemeinsame Presseerklärung vor, in der es wörtlich heißt: „Die WFL betreibt ein offensives Standortmarketing, aber keine gezielte Abwerbung, bei der Unternehmer ganz direkt persönlich kontaktiert werden.“ Dass man in Hamburg werbe, sei völlig logisch: „Jedes Unternehmen, das sich in der Metropolregion Hamburg ansiedeln möchte, erweitern möchte oder gar umsiedeln möchte, sollte den Wirtschaftstandort Herzogtum Lauenburg kennen.“ Nur wer diesen interessanten Standort kenne, könne ihn bei einer Neuansiedlung oder Umsiedlung in die engere Wahl ziehen.

Der vertraglichen Zusammenarbeit zwischen den Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Metropolregion Hamburg stehe die schon seit 2009 laufende WFL-Kampagne „bislang und auch in Zukunft nicht entgegen“, so der Aufsichtsrat. „Wirtschaftsförderer sind auch Wettbewerber“, fügte Schlie hinzu. Der WFL sei es gelungen, das Herzogtum Lauenburg mit seiner Aktion „bundesweit bekannt zu machen.“ Dass man in Hamburg gerade an viel besuchten Orten wie dem Hauptbahnhof und dem Flughafen geworben habe, sei richtig gewesen. Schlie: „Das sind nun mal wichtige Verkehrsdrehscheiben im Norden.“

Der Streit um die Standortinitiative wirkt sich, so der Aufsichtsrat, inzwischen allerdings „imageschädigend für die gesamte Region aus.“ In der Erklärung heißt es dazu: „Es ist zu beobachten, dass Wettbewerber der WFL in ihrer Argumentation bei ansiedlungswilligen Unternehmen die negative Darstellung Einzelner aufgreifen und versuchen, die Zuverlässigkeit der WFL in Frage zu stellen.“

Der WFL-Geschäftsführer Werner Hesse bekam vom Aufsichtsrat volle Unterstützung für seine Arbeit. Esche dazu: „Von Hesses Rechtschaffenheit und Integrität sind wir nach wie vor überzeigt. Er hat mit der WFL eine enorme Aufbauleistung geschafft.“ Die Standortinitiative sei ebenfalls ein Erfolg, auch wenn man nicht bis ins letzte Detail sagen könne, wie viele Firmenansiedlungen und neue Arbeitsplätze sie letztlich gebracht habe.

Die WFL spricht von bisher 23 Unternehmen, die aufgrund der Kampagne in den Kreis Herzogtum Lauenburg kamen und hier 896 Arbeitsplätze schufen. Diese Firmen hätten zusammen fast 36 Millionen Euro investiert. „Das kann sich sehen lassen“, findet Geschäftsführer Hesse.

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