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Lauenburg Lauenburgs Feuerwehrchef fordert neues Löschfahrzeug
Lokales Lauenburg Lauenburgs Feuerwehrchef fordert neues Löschfahrzeug
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19:13 11.05.2016
Dieses 26 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug soll aus Altersgründen ersetzt werden. Das LF 16/12 – hier bei einem Brand eines Altstadthauses an der Elbstraße – soll durch ein leistungsstärkeres moderneres Fahrzeug ersetzt werden. Quelle: Fotos: Timo Jann

Wenn die Retter der Freiwilligen Feuerwehr Lauenburg mit ihrem Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 zum Einsatz ausrücken, dann stehen sie immer vor schwierigen Situationen: Kommt das altersschwache Fahrzeug überhaupt am Einsatzort an? Funktioniert die Pumpe? „Das LF ist bereits 26 Jahre alt und komplett abgängig. Wir haben immer öfter mit technischen Ausfällen zu tun und brauchen dringend einen Ersatz“, erklärt Lauenburgs Feuerwehrchef Lars Heuer. Die Politiker sollen von der Notwendigkeit einer Ersatzbeschaffung mittlerweile überzeugt sein – nur fehlt der Stadt der finanzielle Spielraum, um ein LF 20 zu beschaffen. Heuer schätzt, dass das benötigte Fahrzeug mit großem Tank (4000 Liter), Wasserwerfer und Schaumanlage etwa 420000 Euro kosten dürfte. „Für die Brandbekämpfung brauchen wir diese Ausstattung allein wegen der Betriebe mit besonderem Gefährdungspotential“, berichtet Heuer.

Neuanschaffung würde 420000 Euro kosten – Stadt hat kein Geld – Land soll einspringen.

Im Doppelhaushalt 2016/2017 der Stadt ist die Investition die größte Einzelmaßnahme. „Wir haben die Position zwar in den Haushalt aufgenommen, sie ist aber bisher nicht gegenfinanziert“, sagt Bürgermeister Andreas Thiede. „Es ist absolut unstrittig, dass wir dringend für Ersatz des alten Fahrzeugs sorgen müssen, nur dürfen wir wegen der Haushaltskonsolidierung keinen Kredit aufnehmen“, schildert er die schwierige Lage. Nun hofft man – wie schon 2014 bei der Ersatzbeschaffung für die Drehleiter – dass das Land Lauenburg mit einer Sonderbedarfszuweisung aushilft. Thiede: „Damit würde man das nicht vorhandene Eigenkapital der Stadt ersetzen.“

„Wir brauchen dringend ein Signal, dass es losgehen kann“, mahnt Heuer zur Eile. „Nach einer Auftragsvergabe, und davor muss ja noch ausgeschrieben werden, dauert es aktuell etwa 18 Monate, ehe so ein neues Fahrzeug ausgeliefert werden kann“, sagt der Feuerwehrchef. Er hatte sich bereits auf der Weltleitmesse „Interschutz“ 2015 in Hannover ausgiebig mit den Möglichkeiten der Ersatzbeschaffung befasst. Heuer: „Was wir jetzt als Ersatz planen, ist das, was uns hilft, den Menschen den optimalen Schutz bieten zu können.“ So soll das LF20 vor allem bei der Brandbekämpfung eingesetzt werden.

Ein Tanklöschfahrzeug ergänzt es, für Hilfeleistungen gibt es das Hilfeleistungs-Löschfahrzeug.

„Ich denke, wir werden vom Land zeitnah eine Information darüber bekommen, ob wir mit einer Sonderbedarfszuweisung rechnen können“, sagt Thiede. Heuer würde dann die technischen Anforderungen an das neue Löschgruppenfahrzeug formulieren, die Stadt könnte dann auf dieser Basis eine Ausschreibung starten.

Von Timo Jann

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