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Lauenburg Entdeckungsreise durch den Kreis
Lokales Lauenburg Entdeckungsreise durch den Kreis
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17:51 30.08.2018
Sie präsentierten das Programm für den 9. September auf der Fähre: Susanna Helmert (r.) von der unteren Denkmalschutzbehörde des Kreises Herzogtum Lauenburg und Susanne Backhaus vom Ortskuratorium Mölln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Quelle: Norbert Dreessen
Ratzeburg

 

Am Sonntag, 9. September, sind Besucher in etlichen historischen Gebäuden im Kreisgebiet herzlich willkommen. Überall treffen sie auf Menschen, die ihnen das jeweilige Objekt sachkundig vorstellen können. Das Programm für den Denkmals-Sonntag steht unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“ und wurde jetzt in Siebeneichen präsentiert – auf einem Fahrzeug, das selbst ein Denkmal ist.

Klabautermann fährt mit

Die kleine Kanalfähre, die zwischen Siebeneichen und Fitzen pendelt, kann am 9. September von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden, es fährt sogar ein Klabautermann mit. Mit schwimmenden Gefährten hat natürlich auch das Elbschifffahrtsmuseum an der Elbstraße in Lauenburg zu tun. Am Tag des Denkmals ist von 11.30 bis 18 Uhr eine Sonderausstellung zu sehen, organisiert vom Heimatbund und Geschichtsverein Lauenburg und vom Fischereimuseum Hohnstorf.

Von 13 bis 17 Uhr sind einige weitere alte Gebäude in Lauenburg zu besichtigen, darunter das Künstlerhaus in der Altstadt und das ehemalige Elektrizitätswerk an der Palmschleuse. Ein paar Kilometer weiter elbabwärts liegt Geesthacht. Hier feiert der Förderkreis Industriemuseum sein 20-jähriges Bestehen und bietet unter anderem ab 11.30 Uhr einen Vortrag über die Industriegeschichte Geesthachts an, Veranstaltungsort ist das Kommunikationszentrum im ehemaligen Kernkraftwerk Krümmel.

Um 13 Uhr wird dann noch ein historischer Spaziergang zum alten Wasserturm in Krümmel angeboten. Eine vorherige Anmeldung bei Jochen Meder vom Förderkreis unter Telefon 04152/5287 ist dafür nötig. Nicht mehr in Betrieb ist seit langem der frühere Bahnhof an der Bahnstraße 45 in Geesthacht. Heute ist hier ein Jugendzentrum zu finden. Es wird am Tag des Denkmals von 10 bis 16 Uhr zu einem Treffpunkt von Oldtimer-Freunden aus ganz Norddeutschland. Alle Fahrzeuge, die mehr als drei Jahrzehnte auf ihrem Blech-Buckel haben, sind willkommen.

Im Herzogtum Lauenburg können am Tag des offenen Denkmals mehr als ein Dutzend sehenswerter Gebäude besucht werden, darunter auch Möllns Wahrzeichen, die Nicolaikirche. Quelle: E-Mail-LN-Lauenburg

Mehrmals an diesem Tag fährt auch die alte Dampflokomotive „Karoline“ von hier aus nach Hamburg-Bergedorf und zurück. Die 250 Jahre alte Wassermühle an der Hauptstraße 38 in Labenz ist der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich. Am 9. September aber ist das Gebäude von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Stündlich gibt es eine Führung, außerdem lädt ein bunter Landmarkt ein.

Hofcafé und Radtour

Zu dem Kulturdenkmal gehören auch der Kornspeicher, das Stallgebäude, der Laden und das Hofpflaster. Im Ortsteil Anker der Gemeinde Lankau öffnen Anja und Christoph Brandt die frisch restaurierte Durchfahrtscheune an der Hauptstraße 5 samt dem Hofcafé. Zimmermann Jürgen Rohloff bietet um 10, 12 und 14 Uhr Führungen an.

Stadtarchivar Christian Lopau startet um 13 Uhr am Bauhof in Mölln zu einer Radtour, die etwa 30 Kilometer lang sein und unter dem Motto „Verkehrs- Handels- und Postwege zu Land und zu Wasser“ stehen wird.

20 Teilnehmer können mitradeln, Anmeldungen unter Telefon 0151/55117371 sind nötig. Am „Tag des offenen Denkmals“ beteiligen sich auch immer Kirchengemeinden. Diesmal laden drei Gotteshäuser ein, darunter die beiden berühmtesten im Kreis, nämlich der Ratzeburger Dom und die Nicolaikirche in Mölln.

In Mölln ist das größte Bauwerk der Stadt von 12 bis 17 Uhr geöffnet, stündlich gibt es Führungen mit Küsterin Christine Koch. Den Dom kann man zwischen 11.30 und 18 Uhr besichtigen, eine Führung mit Klaus Lankisch beginnt um 12.30 Uhr. Sehenswert ist ohne Frage auch die 1865 eingeweihte Marienkirche in Siebenbäumen, die von 12 bis 17 Uhr auf Besucher wartet. Sie bekommen hier auch Kaffee und Kuchen.

Die Idee für einen „Tag des offenen Denkmals“ stammt aus Frankreich, wo es diesen Tag seit 1984 gibt. Nach und nach beteiligten sich immer mehr Staaten Europas. Seit 1993 ist Deutschland dabei, von Anfang an auch der Kreis Herzogtum Lauenburg. Im vergangenen Jahr öffneten bundesweit mehr als 7500 historische Bauten, Parks und archäologische Stätten. Insgesamt rund 3,5 Millionen Besucher zählen die Veranstalter bei den Denkmalen und Themenführungen – eine wirklich eindrucksvolle Zahl.

 

Norbert Dreessen

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