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Lauenburg Leere Läden: Kaufleute halten zusammen
Lokales Lauenburg Leere Läden: Kaufleute halten zusammen
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23:23 26.09.2013
Ein Anblick, der sich in den vergangenen Jahren im Bereich der Möllner Altstadt häuft: Für Ladenlokale sind Interessenten rar.

Es dürfe keinen Stillstand geben, erklären immer wieder Geschäftsleute, die noch im Filetstück der Eulenspiegelstadt ansässig sind. Verschiedene Möglichkeiten, wie der Leerstand bekämpft werden kann, wurden erst zu Beginn der Woche bei einer öffentlichen Veranstaltung im Möllner Quellenhof diskutiert (die LN berichteten). Eine Umfrage, direkt vor Ort, dort wo Geschäfte leer stehen.

Gegenüber von der Karstadt-Ruine, betreibt Andreas Mönnig seine Glaserei. Seine Ehefrau hat gleich nebenan einen Laden für Wolle und auf der anderen Seite hat Mönnig zwei Geschäftsräume vermietet. Ein Spielzeugladen und ein Hörgeräteakustiker sind dort schon lange Mieter. „Früher war das Karstadt-Haus der Dreh- und Angelpunkt in der Innenstadt. Hier besteht Handlungsbedarf. Man könnte doch unten drei oder vier kleine Geschäfte unterbringen und die oberen Etagen für betreutes Wohnen umbauen“, schlägt Mönnig vor.

Marlis Groth arbeitet bei „arko“, gleich neben der Karstadt-Ruine. Seitdem dort geschlossen ist, sei auch in dem Kaffeegeschäft mit den leckeren Süßigkeiten deutlich weniger Kundschaft.

„Eigentlich müssten hier überall Tische und Stühle stehen, damit Papa und Sohn dort verweilen und gucken oder Kaffee trinken können, während die Mutter beim einkaufen ist. So ist das doch in anderen Innenstädten auch“, weiß die Verkäuferin.

In der Hauptstraße am Zob ist der Leerstand nicht ganz so groß, aber die Sorgen sind aber nicht kleiner. Und außerdem halten die Möllner Geschäftsleute in der Innenstadt zusammen, denn es geht um ihre Existenz. Anke Platthoff ist Inhaberin von Brüggmann Schuhe und fordert von der Stadt Mölln, endlich einen professionellen Macher zu engagieren. „Was Mölln Marketing bislang geleistet hat, ist ja in Ordnung. Aber solch eine Aufgabe kann man nicht im Ehrenamt nebenbei erledigen.“

Und was ihre Einkaufsstraße am Zob betrifft, wünscht sich Platthoff, dass endlich etwas mit den Blumenkästen passiert, die nun schon seit 15 Jahren als Provisorium stünden.

Matthias Geertz, der einige Meter weiter ein Optiker-Geschäft betreibt, plädiert für mehr Belebung. „Ich könnte mit hier in der Hauptstraße am Zob ganz gut den Wochenmarkt vorstellen. Hinter unseren Geschäften gibt es genügend Parkraum. Das bedeutet kurze Wege bis zum Auto“, sagt der Geschäftsmann. Ähnlich sieht es auch Detlef Hallmann vom Telekom-Shop um die Ecke. Ihn stören besonders die Politessen der Stadt Mölln. „Was die Damen hier machen, ist doch Wegelagerei. Weil sie genau wissen, dass hier vor dem Juwelier immer wieder Autofahrer parken, warten sie meist hinter der Hausecke und kommen sofort aus ihrer Deckung, wenn der Fahrer weg ist.“ Auch Hallmann könnte sich den Wochenmarkt dort oder auf dem Bauhof vorstellen. Einig sind sich aber alle Befragten in einem Punkt: Eine professionelle Lösung muss den Leerstand beseitigen und die Innenstadt beleben.

Jens Burmester

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