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Lauenburg Leerstand beendet: Gemeinde Güster kauft Egges Gasthof
Lokales Lauenburg Leerstand beendet: Gemeinde Güster kauft Egges Gasthof
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13:15 24.12.2015
Hier werden bald Dorfveranstaltungen stattfinden und Flüchtlinge wohnen. Das Haus stand einige Jahre leer. Quelle: hfr

Manchmal muss es einfach schnell gehen. Auf der Einwohnerversammlung im September noch deutlich aus dem Bereich des Machbaren verwiesen, wurde es Anfang November dann doch Wirklichkeit. „Wir haben mit dem Kauf von Egges Gasthof zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“, freute sich Bürgermeister Wilhelm Burmester, der in der Gemeindevertretersitzung die Hintergründe erläuterte.

„Wir erhalten den Bewohnern von Güster den zentralen Dorfmittelpunkt, können Saal und Gasträume wieder für die Gemeinde nutzen, und wir schaffen mit der Vermietung der Zimmer an Bedürftige und Flüchtlinge eine gute Basis der Refinanzierung“, so Bürgermeister Burmester.

Und hier sind zugleich eine dritte und vierte Fliege unter der Klappe zu finden, denn die Möglichkeit, bei nur geringen Um- und Ausbaukosten die vom Amt geforderten Unterbringungsmöglichkeiten für Neuankömmlinge in Deutschland zu schaffen, verhindert die wesentlich unschönere Aussicht, womöglich Wohncontainer am Ort aufstellen zu müssen. Und zugleich die Handhabe darüber zu verlieren, was ein potenzieller Investor mit dem so zentral gelegenen Haus vielleicht alles machen könnte.

„Aber in erster Linie sehen wir mal die Möglichkeit, Egges Gasthorf als Dorfgemeinschaftshaus zu etablieren“, sagt Burmester. Zwar sei auch ein Saalanbau an der Alten Schule schon in Planung gewesen, doch wäre dieser mindestens so teuer gewesen wie jetzt der Kauf. Mit dem Unterschied, dass der Saal bei Egges sofort wieder nutzbar ist — etwa für Proben der Theatergruppe, größere Vereinstreffen oder den Neujahrsempfang der Gemeinde.

Derlei Vorhaben brauchen natürlich jemanden, der sich um das Objekt kümmert. Und so beschlossen die Gemeindevertreter auch, den Vorbesitzer des Hauses gleich als Verwalter mit ‚einzukaufen'. „Er kennt das picobello gepflegte Haus aus dem Effeff“, so Wilhelm Burmester. „Etwas Besseres kann uns in dieser Situation gar nicht passieren“.

LN

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