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Lauenburg Leiche in Küchensee gefunden
Lokales Lauenburg Leiche in Küchensee gefunden
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19:49 05.07.2013
Die Bootsbesatzung brachte den Mann dann sofort zur Badestelle Aqua Siwa. Quelle: Christian Nimtz
Ratzeburg

Der Unfall ereignete sich gegen 11. 20 Uhr auf dem Ratzeburger Küchensee etwa 300 Meter von der Badestelle Aqua Siwa entfernt. Eine Zeugin entdeckte das im Schilfgürtel treibende Boot unterhalb vom Krankenhaus, ein anderer Spaziergänger im Kurpark sah zeitgleich die leblos im Wasser treibende Person. Beide informierten gleichzeitig die Polizei, die daraufhin sofort die DLRG und einen Notarzt zum Unglücksort alarmierte.
Trotz einer schnellen Rettung der DLRG kam für den Mann jede Hilfe zu spät.

Der 50-Jährige Ratzeburger war allein und ohne Schwimmweste mit dem Elektroboot auf dem Küchensee unterwegs. "Die DLRG war innerhalb von zehn Minuten mit zwei Rettungsbooten am Unglücksort und hat den leblos im Wasser treibenden Mann in eines der beiden Boote gezogen und sofort mit der Reanimation begonnen", sagte der stellvertretende technische Leiter der DLRG Nils Bleeg.

Die Bootsbesatzung brachte den Mann dann sofort zur Badestelle Aqua Siwa, wo sie weiter vergeblich versuchten den mann zu reanimieren, bis der Rettungsdienst eintraf. Dem alarmierten Notarzt blieb nur noch die traurige Aufgabe den Tod des Mannes festzustellen.
Wie es zu dem Unglück kam das der Mann aus dem Boot gefallen war, ist noch völlig unklar.

"Wir wissen nicht, um wen es sich handelt. Dieses muss erst die genaue Identifizierung ergeben", sagte Polizeisprecherin Sonja Kurz.
 "Der Mann kam gegen 8.45 Uhr am Morgen zu mir und fragte mich, ob er für eine Stunde oder etwas länger ein Boot ausleihen könne", berichtet Peter Morgenroth, Besitzer der der gleichnamigen Segelschule und Bootsvermietung in Ratzeburg.  Der Mann hätte schon öfter ein Boot bei ihm geliehen.
Auf die Frage warum der Mann keine Schwimmweste getragen hat sagte Peter Morgenroth: "Ein Elektroboot ist aufgrund der zahlreichen Auftriebskörper unsinkbar und eine Schwimmwestenpflicht gibt es daher für solche Boote nicht". "Kinder und Jugendliche bekommen jedoch immer eine an. Erwachsenen ist dieses selbst überlassen", so Morgenroth weiter. Das Elektroboot wurde durch einen Mitarbeiter der Bootsvermietung abgeholt und von der Kriminalpolizei untersucht. cn

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