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Lauenburg Leserfragen an Anja Reimann
Lokales Lauenburg Leserfragen an Anja Reimann
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20:17 24.02.2016
„Müssen mehr he- rausholen für die Stadt.“ Anja Reimann, Herausforderin

Heike Bäumner-Hansen: Der Posten der Bürgermeisterin ist bekanntlich kein „Nine-to-Five-Job“. Wie schätzen Sie den Arbeitsaufwand im Amt der Bürgermeisterin ein, und wie sehen Sie die Vereinbarkeit von Familie und Amt?

Anja Reimann: Die Vereinbarkeit von Familie und vollberuflicher Tätigkeit meistere ich seit elf Jahren, als meine Zwillinge geboren wurden und noch klein waren. Das schaffe ich wunderbar, nicht zuletzt, weil wir in einem Mehrgenerationenhaus leben. Meine Eltern halten mir den Rücken frei. Das Babyphone für den Kleinen wandert hin und her. Ich kann im Prinzip 24 Stunden, den Schlaf natürlich abgezogen, meine volle Kraft für das Amt einsetzen.

Hans W. Kuhlmann: Die Verwaltung einer Kommune hat eine vierstellige Zahl an Gesetzen, Vorschriften oder Erlassen zu beachten. Welche Annahme veranlasst Sie, die Leitung einer städtischen Verwaltung ohne jegliche Verwaltungserfahrung übernehmen zu können?

Anja Reimann: Ich habe aufgrund meiner Ausbildung als Juristin ein erstes Staatsexamen im Bereich des öffentlichen Rechts. Im Rahmen meines Referendariats beim Kreis verfüge ich auch über Verwaltungserfahrung. Hinzu kommt: Unserer Stadt fehlt insbesondere juristischer Rat und diese Anforderung fülle ich voll und ganz aus. Im Bezug auf die Verwaltung mache ich mir keine Sorgen.

Hans W. Kuhlmann: Die in der Stadt tätige Investorengruppe besteht aus einer überwiegend parteigebundenen Klientel. Wie stellt sich eine parteipolitisch eng mit dieser Klientel verbundene Kandidatin vor, hier eine Interessenkollision zu vermeiden?

Anja Reimann: Diese Interessenkollision gibt es nicht. Es gibt auch genügend Mitglieder der Investorengruppe, die nicht parteilich gebunden sind oder ein anderes Parteibuch haben als das der CDU.

Hans-Martin Hansen: Warum streben Sie dieses Amt an? Bislang machen Sie als Kandidatin in erster Linie negative Stimmung gegen die städtische Verwaltung und deren Chef, den amtierenden Bürgermeister. Wie wollen Sie denn zukünftig mit den Mitarbeiterinnen der Verwaltung als Chefin umgehen, wenn Sie im Umgangston jetzt schon so viel Porzellan zerschlagen, indem Sie ihnen Inkompetenz unterstellen?

Anja Reimann: Erstens habe ich Herrn Wiegels keine Inkompetenz unterstellt. Ich denke, diese Frage bezieht sich auf die Berichterstattung über meine Nominierung auf einem Parteitreffen. Im Bereich des Haushaltes sehe ich Kritik allerdings als berechtigt. Es ist auch keine Kritik an der Verwaltung, sondern eine Kritik an der Leitung der Verwaltung. Wir haben hier nunmal einen Wahlkampf gegen einen Amtsinhaber und deshalb möchte ich aufzeigen, dass es Verbesserungsmöglichkeiten gibt.

Simon Feldner: Ihr Wahlplakat hat den Slogan „Mehr drin für Mölln“. Was genau wollen Sie in Mölln verändern oder ausbauen?

Anja Reimann: Ich meine, Mölln hat mehr Potenzial. Wir müssen in verschiedenen Bereichen mehr herausholen für die Stadt. Ich möchte zum Beispiel mehr für alle Generationen in Mölln tätig sein. Außerdem möchte ich, dass wir die Finanzen hinbekommen.

LN

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