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Lauenburg Leserfragen an Jan Wiegels
Lokales Lauenburg Leserfragen an Jan Wiegels
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20:23 24.02.2016
„Wasserturm ist eine Never-Ending-Story. “ „Jan Wiegels, Amtsinhaber

Klaus Dau: Wenn die Stadt Mölln über Leerstände in der Stadt klagt, warum ist das Restaurant „Ratskeller“ noch geschlossen? Die Immobilie gehört der Stadt Mölln!

Jan Wiegels: Der Ratskeller ist schwierig, Gastronomie in der Altstadt ist nicht so einfach, wenn man dann noch 18 oder mehr Stufen heruntergehen muss, ist es noch einmal schwieriger. In Gesprächen mit dem Kurdirektor sind wir nun zu dem Entschluss gekommen, den Ratskeller in dieser Saison zur Adhoc-Vermietung freizugeben.

Klaus Dau: Bei der Grundsteuer B ist der Hebesatz von 340 Prozent im Jahr 2012 auf 390 Prozent im Jahr 2016 gestiegen. Das sind rund 15 Prozent Mehrkosten! Warum sind die Sätze für die Grundsteuer B in den Großstädten zum Teil nur bei 100 Prozent?

Jan Wiegels: 100 Prozent kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Wir liegen mit diesen Sätzen im Durchschnitt der schleswig-holsteinischen Städte. Die Grundsteuer B ist einer der wenigen Sätze, mit dem wir überhaupt Einnahmen generieren können. Insofern ist das jetzt keine exorbitante Steigerungsrate. Wie es in Großstädten ist, kann ich im Augenblick nicht beantworten.

Hans-Martin Hansen: Leider wird es immer schwieriger, Wirtschaftsunternehmen in Mölln anzusiedeln. Welche Möglichkeiten sehen Sie in einer Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden, gemeinsame Projekte zu entwickeln?

Jan Wiegels: Interkommunale Zusammenarbeit ist ein schwieriges Thema. Wir haben eine Verwaltungsgemeinschaft mit dem Amt Breitenfelde, doch in diesem Zusammenspiel achtet jede Gemeinde darauf, dass sie selbst einem Vorteil bekommt. Es gab bereits Fälle, wo Firmen aus Mölln abgezogen sind, weil wir nicht genug Platz hatten. Da hätte man an eine Zusammenarbeit denken können.

Hans Dietrich Vorgang: Der Möllner Wasserturm ist eine touristische Attraktion. Infolge fehlerhafter Wandausbesserung mit einem Isolieranstrich und einem Wasserrohrbruch wurde er geschlossen. Die Schadensbehebung ist mit 700 000 Euro zu hoch angesetzt. Welche Überlegung liegt der zu hoch angesetzten Reparatur zu Grunde?

Jan Wiegels: Das Ganze beruht auf einem bauphysikalischen Gutachten, das jetzt eingeholt wurde. Das Thema Sanierung des Wasserturms ist eine Never-Ending-Story. Wir haben zu meinem Amtseintritt bereits 450000 Euro hineingesteckt. Jetzt stehen 750 000 Euro auf dem Plan. Das wird sicher nicht das Ende der Geschichte sein.

Detlef Schienke: Ein Haushaltsabschluss und fünf Wochen dauert es, um ein Paket nach Ratzeburg ins Kreishaus zu schicken. Warum?

Jan Wiegels: Es wurden nach der Stadtvertretersitzung im Dezember Änderungen vorgenommen. Der Haushalt musste in eine gemeinsame Papierform gebracht werden, er musste gedruckt und gebündelt werden. Dann war zwischendurch Weihnachten und Neujahr. Dann ist die Kämmerin eine Woche in Urlaub gegangen. Dann hat sie mir am 9. oder 10. Januar auf Nachfrage gesagt, er liege noch beim Kreis. Das ist der normale Lauf der Dinge. Meine Kritik am Kreis in einer öffentlichen Sitzung war tatsächlich unberechtigt. Ich habe mich dafür entschuldigt.

LN

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