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Lauenburg Lieder, Lob, Lustiges und ein paar Tränen
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20:15 21.07.2016
Mit Sketchen und Liedern, op Plattdütsch, Englisch und auf Hochdeutsch, gereimt, gerapt und kostümiert verabschiedeten die Kinder ihre Rektorin. Fotos (2): Dorothea Baumm

„Ich habe mit netten Worten gerechnet, klar. Aber dass es ein so schöner Abschied wird. . .“ Natürlich stand Brigitte Wulf nicht unvorbereitet am Rednerpult, als sie gestern anlässlich ihrer Abschiedsfeier das Wort ergriff. Und dann fehlten der Rektorin der Grundschule Müssen doch kurz die Worte. Eine Situation, die ihren Gästen neu gewesen sein dürfte.

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Emotionaler Abschied im Naturkunderaum: Die Rektorin der Müssener Grundschule geht nach 34 Jahren in den Ruhestand.

„Begegnungen mit Ihnen waren immer mitreißend.“Schulrätin K. Thomas

Egal, wer das Wort ergriff: Es herrschte Taschentuchalarm. Uwe Riewesell hatte als Bürgermeister von Müssen und Schulverbandsvorsteher als erster das Wort, und er musste seine Rede kurz unterbrechen, sich sammeln. Er hatte sich akribisch vorbereitet, sprach auch Mann und Kinder von Brigitte Wulf an: „Sie mussten Ihre Frau und Mutter seit dem 1. August 1992 täglich mit der Grundschule Müssen teilen. Das sind 12408 Tage, an denen Dir, liebe Brigitte, 100 Prozent gerade ausreichten, wenn es um die Schule ging.“

Und egal, wer das Wort ergriff: Es gab Komplimente, die ans Herz gingen. „Du hast mir viel versprochen, und noch viel mehr gehalten“, gab eine junge Kollegin der scheidenden Schulleiterin mit auf den Weg, eine andere ergänzte stellvertretend für alle: „Wir sind alle jeden Tag sehr gern zum Unterrichten gekommen.“

Natürlich war auch Schulrätin Katrin Thomas dabei – für sie sind diese Verabschiedungen eine freudige Pflicht. Dennoch: „Dieser Abschied fällt mir sehr schwer, denn sie haben immer durch ihr Temperament und ihr außergewöhnliches Engagement beeindruckt.“ Für den Elternbeirat bedankte sich Daniel Bock, der selbst auf dem Weg ist, Lehrer zu werden, für „alles, was ich von Ihnen lernen durfte, das hat mich immer wieder beeindruckt.“ Und er zitierte für seine guten Wünsche für den Ruhestand aus der Bibel: „Besser ist das Ende einer Sache als ihr Anfang.“

Die Schüler hatte natürlich auch eine Menge kurzer, wunderbarer Darbietungen einstudiert, so dass die emotionale Achterbahnfahrt immer wieder durch Lachsalven und begeisterten Applaus gerettet wurde.

„Du sollst 100 Jahre alt werden“, sagte ein Knirps. Das dürfte den Plänen der energiestrotzenden 64-Jährigen entgegenkommen. Sie zitierte Tucholsky: „Entspanne Dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt – sie ist so schön“, das sei ab sofort ihr Motto. Und damit ihr der nötige Biss nicht flöten geht, überreichte der Bürgermeister von Groß Pampau, Thomas Stich, ihr einen elf Millionen Jahre alten Zahn eines Riesenhais. Auf geht’s, Brigitte Wulf. Lostrudeln!

Dorothea Baumm

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