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Lauenburg Livebands bei Dörfer zeigen Kunst
Lokales Lauenburg Livebands bei Dörfer zeigen Kunst
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18:10 10.08.2018
Sabine Böttcher zeigt eine Upcycling-Arbeit der Knütteley: einen „weiterentwickelten“ Hundertwasser-Druck.
Einhaus

Von 13 bis 18 Uhr sind heute und morgen wieder die Ausstellungen in 19 Gemeinden zu besichtigen – einzig Buchholz ist schon nicht mehr dabei. In Einhaus und in Kittlitz geht es allerdings heute Abend munter weiter – mit Musik. In Kittlitz ist im Dorfgemeinschaftshaus an der Niendorfer Straße 2b das Trio LlillyO’nthemallows zu Gast. Lutz Radecke, Meike Siebert und Olaf Czichotzki servieren ihren Zuhörern ab 19 Uhr Folk, Country und eine Prise Blues. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Dörfer zeigen Kunst ohne die Kunstnacht in Einhaus? Um es mit Loriot zu sagen: möglich, aber sinnlos. Zur 15. Auflage des großartigen Kunstspektakels auf den Dörfern freuen sich die Einhäuser auf ihre zehnte Kunstnacht. Es gibt Musik – und die Ausstellung ist natürlich auch zu sehen.

Die Einhäuser Kunstnacht wird von einer Schülerband gerockt. Die Band „Black Sheep“ besteht aus Frederik aus Einhaus und den Ratzeburgern Tabea, Paul und Nadja. Alle vier sind oder waren Schüler der Lauenburgischen Gelehrtenschule. Ihr Repertoire ist vielseitig – sie spielen Pop und Rock’n’Roll, aber auch Blues und Jazz.

Wer Lust hat, zu tanzen, ist dazu herzlich eingeladen. Für das leibliche Wohl wird wie immer gesorgt. Die Einhäuser Künstler freuen sich auf möglichst viele Gäste. Sie öffnen das Dorfgemeinschaftshaus an der Hauptstraße 26a um 19 Uhr. Im Rahmen des unterhaltsamen Abends ist auch die Ausstellung geöffnet – wie gewohnt bei freiem Eintritt.

Wie auch schon in den Vorjahren lockt die kleine Gemeinde am Westufer des Ratzeburger Sees im Naturpark Lauenburgische Seen mit einer erstaunlichen Vielfalt an Genres und Stilen. Janet Brakoven zeigt Grafiken und Installationen und der Handarbeitsclub Einhaus zeigt mit seinen Hardangerarbeiten, dass Handarbeit durchaus einen hohen künstlerischen Anteil haben kann. Christiane Meyer stellt Acrylbilder aus und von Peer Oliver Nau sind Holzskulpturen zu sehen. Hans J. Stricker ist mit Schnitzereien vertreten, Hartmut Weddig mit Fotografien und die Arbeiten von Eileen Wulff und Bartosz Zurowski tragen den Titel „Plein-Air Straßenberg 2018“.

Dass auch junge Menschen eigenständig Kunst schaffen können, zeigen Johannes Wulff und Milan Zurowski. Ihre Filmminiaturen sind unter der Überschrift „Kurze von Kurzen“ zu sehen.

Jürgen Prescher ist für seine geistreichen Arbeiten bekannt. Mit seinen beeindruckend großen Metallskulpturen eines Ritters und eines Pferdes hat er einen bleibenden Eindruck hinterlassen – das waren Arbeiten, die durch handwerkliche Solidität einerseits und schöpferischen Witz andererseits beeindruckten. Und auch in diesem Jahr weiß er wieder zu begeistern. Seine Bilder wollen genau betrachtet werden. Wie stehen die Menschen zueinander (in Beziehung)? Sind die Menschen alle nur noch uniform? Leben sie im Gleichklang und Gleichschritt nebeneinander her?

Bitte Kopf einschalten und denken: Das ist auch beim Betrachten von Preschers Skulpturen angeraten. Das sind nicht einfach nett zusammengeschusterte Figuren – das ist Kunst mit einer Aussage.

Bleiben die Arbeiten der Knütteley. Zwölf Menschen haben sich zu dem Kunst-Projekt „Upcycling“ zusammengetan; ihr Motto lautet „aus alt mach neu“. Und bei einigen Arbeiten muss man schon genau hinsehen, um überhaupt zu erkennen, dass da Altes verarbeitet wurde. Was vom weiten aussieht wie ein witziges Bild eines Vogels entpuppt sich aus der Nähe als filigran zusammengesetzte Arbeit aus Bonbonpapier. Das bunte Windspiel, das daneben hängt. . . sind das wirklich? Ja, es sind tatsächlich lauter Kronkorken, die hier zusammengefügt wurden.

Und dann erst die Möbelstücke, die die Knütteley geschaffen hat – einfach irre. Ein Sessel aus einer anderen Mode-Epoche ist über und über mit Mützenbommeln bestückt. Der Hocker daneben besteht aus Zeitschriften, die mit einem Gürtel zusammengehalten werden – mit einem Kissen drunter, wegen der Gemütlichkeit. Oder weil es auch alt ist und weg sollte? Egal – das ist Kunst aus dem Alltag.

Gebrauchskunst. Kunst, die Spaß macht. Und die Sie heute Abend bei der Kunstnacht ausgiebig bewundern können.

Programm

Caféhaus-Musik am Klavier: morgen, Sonntag, von 14 bis 17 Uhr in Behlendorf, Gemeindezentrum „Brinkhuus“, Am Brink 1.

Kabarettistische Ringelnatz-Lesung mit Jo Petzold: morgen, Sonntag, um 14 Uhr in der Gläsernen Molkerei, Dechow, Meiereiweg 1.

Workshop „Tiere zeichnen“ mit Ebba Sakel: morgen, Sonntag, 14 bis 16 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus Bäk.

Offenes Singen heute 18 Uhr mit Holger Martens in Bäk an der Badestelle, mit Blick auf den Ratzeburger Dom. Anschließend gemütliches Beisammensein und Grillen.

Dorothea Baumm

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