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Lauenburg Lob und Kritik an Ernst Barlach von Albig und Tarnowski
Lokales Lauenburg Lob und Kritik an Ernst Barlach von Albig und Tarnowski
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20:25 26.10.2013
Ministerpräsident Torsten Albig offenbarte in seiner Rede in der Petrikirche die eigene Vorliebe für die Kunst Barlachs. Quelle: Grombein
Ratzeburg

Bei Sonnenschein fuhren gestern Morgen die zwei schwarzen BMW-Limousinen von Ministerpräsident Torsten Albig am Barlachplatz vor. Nach Händeschütteln mit Bürgemeister Rainer Voß, Bürgervorsteher Ottfried Feußner, Kreispräsident Meinhard Füllner sowie Pfarrer Felix Evers und Pastorin Wiebke Keller, begab sich die Festgesellschaft in die Stadtkirche St.

Petri. Grußworte, ein Vortrag des Barlach-Experten Prof. Dr. Wolfgang Tarnowski, ein Besuch im Barlachmuseum gegenüber, ein gemeinsames Mittagessen in St. Answer und zuletzt eine Andacht am Familiengrab Barlachs folgten bis zum späten Nachmittag.

„Heutzutage dürfen wir auch kritisch auf einen Künstler blicken“, sagte Torsten Albig. Er erinnerte daran, das Barlach im August 1934 einen „Aufruf der Kulturschaffenden“ unterzeichnete, der Hitler das Vertrauen aussprach. Gleichzeitig bekannte er, dass ihm Barlachs Skulptur der „Geisteskämpfer“ an der Kieler Nikolaikirche auf seinen Wegen durch die Landeshauptstadt begegne und gefalle.

Mit ihrer Musikauswahl bereicherten die Schüler der Lauenburgischen Gelehrtenschule in Kammerbesetzung den Festakt: Pachelbels hoffnungsvoller Kanon in D-Dur und Musik von Händel unterstützten die freundliche Atmosphäre in der lichtdurchfluteten Petrikirche.

Prof. Dr. Tarnowski beleuchtete in seinem Vortrag den bitteren Abschied Barlachs von Heimat und Werk zum Ende seines Lebens durch Krankheit und vor allem die geistige und reale Demontage seiner Kunst durch die Nazis.

Evers dankte den Sponsoren, welche die Veranstaltungen rund um das 75. Todesjahr des Künstlers möglich machten, sowie dem Enkel des Künstlers im Publikum.

fg

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