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19:13 24.07.2017
Die Honoratioren des Dorfes erlebten die Einweihung der NSG-Aussichtsplattform entspannt von einer mobilen Bank aus. Quelle: Fotos: Wr

Viel zu sehen gibt es in der Natur rund um die Gemeinde Panten im lauenburgischen Westkreis. Nun gibt es dafür auch einen Ort, von dem aus sich Wildtiere noch besser beobachten lassen. Im Rahmen einer kleinen Feier wurde jetzt die nagelneu gezimmerte Aussichtsplattform am Rande des Naturschutzgebietes Pantener Moorweiher eingeweiht.

Was sich im NSG Pantener Moorweiher mit Glück alles beobachten lässt, kann man der Karte entnehmen.
„Zehn Jahre Planung und schwupps, ist der Turm da.Peter Aldendorf, NSG-Betreuer

Der Platz an der Straße Wehweg ist geradezu prädestiniert für einen Blick in die leicht abfallende Weite des einstigen Ackerlandes. Wo frühen Tracktoren ihre Furchen durch den Boden zogen und Wiesen intensiv genutzt wurden, weisen heute Zäune mit Hinweisschildern auf einen sensiblen Naturraum hin. Das sanfte Tal, in das sich jetzt von einem gut drei Meter hohen Türmchen hineinblicken lässt, wurde 1996 als Naturschutzgebiet und 2007 als Flora-Fauna-Habitat-Gebiet in das Europäische Naturschutznetz Natura 2000 aufgenommen. Es zeichnet sich durch eine hohe Struktur- und Artenvielfalt aus.

Auf engstem Raum finden sich quellige Hangflächen, eine mit Wasser gesättigte vermoorte Talrinne, in der die Seeflächen des Großen Pantener Moorweihers und des Kleinen Sees wieder hergestellt wurden.

Zudem bieten Sümpfe, Feuchtwiesen, Bruch und Quellwälder hervorragende Lebensbedingungen für Laubfrösche, Zauneidechsen, die stark gefährdete Große Heidelibelle und vieles mehr. Die reichhaltige Pflanzenwelt weist Arten wie die Sand-Strohblume oder den rot blühenden Lerchensporn auf.

Die 147 Hektar große Fläche ist unter der Regie der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein als Eigentümer zur extensiven naturschutzgerechten Weidenutzung in Form einer halboffenen Weidelandschaft an einen ortsansässigen Landwirt verpachtet. Auf den saftigen Wiesen grasen die Tiere einer Mutterkuhherde mit etwa 40 Angusrindern.

Das Planungsverfahren für das vergleichsweise bescheidene Holzbauwerk nahm insgesamt zehn Jahre in Anspruch. Anlässlich der Eröffnung der Plattform scherzte der Gebietsbetreuer Dr. Peter Aldenhof:

„So schnell kann das gehen: Zehn Jahre Planung – und schwupps, ist der Turm da.“ Mit der neuen Aussichtsplattform ergebe sich nun eine neue Möglichkeit der Naturbeobachtung, erklärte Peter Petersen vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, das für Planung und Realisierung verantwortlich zeichnet. Zahlreiche Pantener feierten ihr neues Türmchen mit einem liebevoll zusammengestellten Brunchbuffet an Ort und Stelle.

wr

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