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Lauenburg Marode bleiverglaste Fenster von St. Petri werden ersetzt
Lokales Lauenburg Marode bleiverglaste Fenster von St. Petri werden ersetzt
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20:14 02.06.2016
Mit Klebefolie sind Lücken in der Bleiverglasung notdürftig geflickt.

Wer die lichtdurchflutete Ratzeburger Stadtkirche St. Petri betritt, ahnt kaum, dass ihre Sanierung längst nicht abgeschlossen ist. In den Jahren 2009 bis 2012 gab es eine aufwendige Grundrestaurierung der tragenden Bauteile – Mauerwerk und Träger im Dachstuhl sowie eine umfangreiche Innensanierung.

Westfenster sind bereits erneuert – Spender gesucht für den Rest.

Spendenkonto

Um einen Eigenanteil an der Finanzierung leisten zu können, ist die Kirchengemeinde auf Spenden angewiesen und bittet um Unterstützung. Das Spendenkonto der Kirchengemeinde St. Petri lautet:

Treuhandkonto St. Petri bei der KSK, IBAN: DE85 2305 2750 0086 030590 mit dem Stichwort: „Fenster St. Petri“.

Ebenso notwendig zu sanieren sind jedoch die Fenster als Bestandteil der Außenhülle des Gebäudes. Es handelt sich dabei um die Spitzrautenverglasung der Fassung von 1870 bis 1880, die mittlerweile 140 Jahre überdauert haben. Damit ist die durchschnittliche Standzeit von 80 bis 100 Jahren längst überschritten, und entsprechend groß sind auch die Schäden: „Alle Bleiverglasungen weisen erhebliche Wellungen, Sprünge und Löcher auf, die auf statische Schwächungen durch Wind und Wetter zurückzuführen sind“, erklärt Gisela Zarp, Vorsitzende des Bauausschusses der Kirchengemeinde St. Petri Ratzeburg.

Wer an einem windigen, kühlen Abend im Kirchenraum sitze, habe die dadurch verursachte Zugluft sicherlich schon selbst unangenehm bemerkt. „Durch die dadurch entstehenden ungünstigen klimatischen Verhältnisse im Kircheninnenraum werden nicht nur die Nutzungen erschwert, sondern auch der Orgel droht durch zu hohe Luftfeuchtigkeit ein Schimmelbefall“, warnt Zarp.

Der Kirchengemeinderat zeigte sich froh, dass mit der Sanierung der am schlimmsten betroffenen Fenster der Westseite in einem ersten Bauabschnitt (Gesamtkosten: rund 47000 Euro) begonnen werden konnte, nachdem eine Finanzierungslücke (7350 Euro) durch eine Spende der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg geschlossen wurde.

Die ersten äußeren Fensterelemente rechts und links auf der Westfassade der Kirche wurden bereits von einer Quedlinburger Spezialwerkstatt mit noch zu verwendendem und zu ersetzendem Glas mit neuer Bleifassung wieder hergestellt und eingesetzt. Die äußeren Fenster dort und die Fenster an der Westseite der Sakristei werden voraussichtlich Anfang bis Mitte Juli ersetzt.

Nach diesem ersten Bauabschnitt hofft der Kirchengemeinderat möglichst bald auch die Fenster der Süd-, Ost- und Nordseite sanieren zu können. Sobald die Finanzierung mit insgesamt weiteren 150000 Euro sichergestellt werden kann, soll der zweite Bauabschnitt beginnen. Drittmittelgeber wie etwa Stiftungen sind bereits angeschrieben worden, sagt Zarp. Avisierte Zusagen gebe es, auch seitens des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg, und für private Spenden sei man sehr dankbar. „Aber es ist noch eine große Lücke zu schließen, da die Baurücklagen der Kirchengemeinde durch die bereits erfolgten Sanierungsmaßnahmen aufgebraucht sind“, erklärt Gisela Zarp.

Joachim Strunk

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