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Lauenburg Mathematik zum Anfassen
Lokales Lauenburg Mathematik zum Anfassen
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19:14 16.05.2018
Schon zum dritten Mal feiern die Nusser Grundschüler ihr Mathefest. In diesem Klassenraum können die Mädchen und Jungen „Bügelbilder“ herstellen. Entsprechend ruhig ist die Atmosphäre – trotz des „Festes“. Quelle: Fotos: Strunk
Nusse

„Die Lesewoche gibt es schon etwas länger“, sagt Christine Machedanz, stellvertretende Leiterin der Grundschule Nusse. Sie als Mathematiklehrerin und Vorsitzende der Fachkonferenz kam daher auf die Idee, als Gegenstück das Mathefest zu etablieren. „Die Kinder beschäftigen sich den ganzen Tag mit den vielfältigsten Mathe-Aufgaben. Alles ohne Papier oder Arbeitszettel, sondern sie ,machen’

Für viele Ältere war und ist Rechnen oft ein Graus. Die sechs- bis zehnjährigen Grundschüler in Nusse können das überhaupt nicht verstehen. Sie lieben das Spiel mit den Zahlen – und feiern alle zwei Jahre im Wechsel mit der Lesewoche immer einen ganzen Schultag lang ihr Mathefest!

einfach“, sagt sie. Mathematik zum Anfassen also.

Und wie geht das? Zu zweit ziehen die Kinder – ausgerüstet mit einem Laufzettel – durch die Schule. An 21 Stationen in verschiedenen Klassenzimmern, in den Gängen oder in der Turnhalle müssen sie verschiedene Aufgaben lösen, die allerdings keinen Stress machen, sondern eher Begeisterung auslösen.

Im Einzelnen handelt es sich dabei um einen „Einkaufsladen“, wo sie mit einer geringen Summe „Taschengeld“ einzelne Naschereien „kaufen“ können und somit das Haushalten lernen. In der Knoten-Werkstatt lernen sie räumliche Wahrnehmung, bei der Bodypercussion den richtigen Rhythmus (hat ja auch was mit Zählen zu tun). Im Merkraum prägen sich die Probanden kleine Holzkonstruktionen ein, die sie anschließend „blind“ nachbauen. In der Turnhalle gibt es einen Irrgarten sowie die Station „Parkett“, wo riesige Muster gelegt werden sollen.

„Wir haben Wert darauf gelegt, einen ausgewogenen Mix aus Bewegung, Ruhe und Konzentration anzubieten“, erklärt Schulleiterin Susanne Baumann, die dieses Mathefest erstmals mitmacht, da sie erst im Januar ihren Dienst als Nachfolgerin von Karl-Heinz Kayser angetreten hat.

21 Stationen in vier Schulstunden – das Fest dauert von 8.15 bis 12 Uhr – sind natürlich viel zu viele, als dass die Mädchen und Jungen alle absolvieren können. „Wir haben zwischen zehn und 20 Minuten je Station angesetzt. Manche Aufgaben sind für viele so interessant, dass sie sich davon kaum lösen können, sie verlieren sich regelrecht“, schwärmt Christine Machedanz. Das merkt man an der Reaktion der Kinder. Der Lärmpegel ist erstaunlich gering, was auf die hohe Konzentrationsfähigkeit schließen lässt. Alles in allem also eine Veranstaltung, die Kindern, Lehrern, helfenden Eltern und auch älteren Beobachtern Spaß macht. Das ist nachahmenswert: Jedenfalls gab es schon einige Nachfragen anderer Schulen zu diesem Konzept.

Von Joachim Strunk

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