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Lauenburg Mediator soll in Wentorf vermitteln
Lokales Lauenburg Mediator soll in Wentorf vermitteln
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21:36 03.03.2018
„Ein solcher Fall ist mir bislang nicht bekannt. Sven Stonies Kreiswehrführer
Wentorf/AS

Das Interview in den Lübecker Nachrichten mit Bürgermeisterin Nicole Demir will Annegrete Schulz nicht unkommentiert stehen lassen. Bezüglich der Zeit, die Demir und die Gemeindevertretung in Anspruch nehmen wollen, um über das Misstrauensvotum einiger Feuerwehrkameraden gegenüber dem gerade erst wieder gewählten Wehrführer Thomas Martens zu beraten, erklärt Schulz: „Das ist nicht Beraten, das ist Verzögern und Aussitzen“.

Vor Zeugen habe Demir Martens aufgefordert, zurückzutreten – „nach einem erfolglosen Versuch, ihm durch einen ,besorgten Kameraden’ den Rücktritt nahezulegen“. Auch die von Demir dargelegten Möglichkeiten – die Vereidigung auszusetzen, 90 Tage abzuwarten, danach wieder eine Frist von 90 Tagen und danach Neuwahlen – sieht Schulz als Verzögerungstaktik.

Dem allerdings widerspricht die Feuerwehraufsicht des Kreises. Pressesprecher Tobias Frohnert erklärt die rechtliche Situation und das weitere Vorgehen so: „Gemäß Paragraph 11 des Brandschutzgesetzes ist der Wehrführer von der Gemeindevertretung (GV) zu bestätigen. Da es sich um eine Personalentscheidung handelt, kann die GV die Bestätigung (auch ohne Begründung) ablehnen. Das weitere Vorgehen ist nun, dass die Wehr eine weitere Wahl durchführen muss. Die Wahlzeit des Amtsinhabers ist noch nicht beendet. Sollte bis Ablauf der Amtszeit kein neuer Wehrführer vereidigt sein, übernimmt zunächst die Vertreterin.“

Ein entsprechender Fall, dass ein Wehrführer nicht nach der Wahl vereidigt wurde, ist übrigens nach Aussagen der Kreisverwaltung und auch der Kreiswehrführung mehr als selten. Kreiswehrführer Sven Stonies: „In diesem Sinne ist mir das aus dem Herzogtum Lauenburg bislang nicht bekannt.“

Bürgermeisterin Demir habe sich übrigens nicht bei ihm oder seiner Geschäftsstelle erkundigt, wie es in dem LN-Bericht hieß. „Sie meinte wahrscheinlich die Kreisfeuerwehraufsicht“, so Stonies, was ja auch der Fall war.

Annegrete Schulz stellt darüber hinaus die Vertrauens-Frage: „Wer soll denn da wem noch vertrauen? Die Feuerwehrführung einer Gemeindevertretung, die bisher nicht wusste, dass sie für den Brandschutz verantwortlich ist? Die demokratische Entscheidungen nicht akzeptiert? Die acht bis neun Kameraden das Wort redet, die unter anderem in ihren Briefen an die Bürgermeisterin der ,Martens-Fraktion’

vorwerfen, alle seien manipuliert gewesen und hätten gar nicht mehr gewusst, was sie bei der Stimmabgabe taten?“

Am Montag will die Gemeindevertretung die gesamte Feuerwehr über den Stand der Dinge informieren. Am 8. oder 9. März will sich die zerstrittene Wehr allein zusammen setzen, um die Probleme auszuräumen. Als Mediator geplant ist Kreispräsident Meinhard Füllner, der bereits Zustimmung signalisiert hat.

Von Joachim Strunk

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