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Lauenburg Mehr Ehrlichkeit gefordert
Lokales Lauenburg Mehr Ehrlichkeit gefordert
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20:17 22.09.2017

Dort sprach der Berater unter anderem von „drastischen Erhöhungen“ bei den Kosten für Kanalspülungen, Verwaltungskosten, an die man in der Kalkulation „sehr optimistisch“ herangehe – und einem fehlenden mittelfristigen Investitionsplan.

ABB-Ausschussmitglied Jürgen Lempges platzte schließlich der Kragen. „Das ist hier alles eine bittere Pille. Da können wir doch so ehrlich sein und die Gebühr so festsetzen, wie es erforderlich ist“, forderte Lempges. Axel Engelhardt (ABB) ergänzte, dass bekannt sei, dass mit den vorhandenen Leitungen in Büchen etwas nicht stimme und erhebliche Sanierungen erforderlich seien. Dies hätten andere Bauvorhaben in der Vergangenheit gezeigt. „Da tickt eine Bombe“, so Engelhardt. Statt voraussichtlich anfallende Kosten bei der Kalkulation nicht zu berücksichtigen und dadurch in die kommenden Jahre zu verschieben, müsse man dann „halt mal in den sauren Apfel beißen“, forderte CDU-Vertreter Henning Lüneburg. Schließlich hätten die Nachkalkulationen der vergangenen Jahre gezeigt, dass die Praxis der vergangenen Jahre nicht aufgegangen sei.

Zum Januar soll die Gebühr pro Kubikmeter Abwasser von derzeit 3,02 Euro auf 3,11 Euro steigen. Gründe sind vor allem die um rund zehn Prozent gestiegenen Betriebskosten des Klärwerkes. Dazu gehören die gestiegenen Kosten für die Klärschlamm-Entsorgung und die um 31 Prozent teurere Kanalspülung. Doch das ist erst der Anfang. „Aufgrund der anstehenden Sanierungen in den kommenden Jahren haben wir einen erheblichen Anstieg der Gebühren zu erwarten“, kündigte ein Vertreter des Beratungsunternehmens Treukom an.

In Büchen steigen außerdem die Kosten für die Regenwasserbeseitigung. Pro 25 Quadratmeter Grundstücksfläche werden statt 17,19 Euro 20,67 Euro fällig. Der Treukom-Vertreter sprach von einem „erheblichen Sprung“. Bei der Wasserversorgung hofft die Gemeinde, dass in der Nachbargemeinde gebaut wird, denn um den Wasserpreis in Grenzen zu halten, muss aufgrund der hohen Fixkosten insgesamt mehr Wasser verbraucht werden. Die ab dem 1. Januar 2018 gültigen neuen Gebührensätze müssen noch von der Gemeindevertretung beschlossen werden.

Von Holger Marohn

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