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Lauenburg Messe-Veranstalter fordern mehr Unterstützung
Lokales Lauenburg Messe-Veranstalter fordern mehr Unterstützung
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17:37 17.04.2018
Ministerpräsident Daniel Günther (li.) nahm sich mit Messeorganisator Michael Burmester (re. daneben) viel Zeit für seinen Messerundgang. Hier erkundigt er sich bei Jana Cordts (r.) über ihre „Zauberwelt der Farben“. Quelle: Foto: Strunk
Ratzeburg

Doch das Wetter allein war nicht das große Gesprächsthema. Vielmehr die aus Sicht des Wirtschaftsförderungsvereins Inselstadt Ratzeburg, kurz W.I.R., mangelhafte Unterstützung.

Das miese Wetter machte dem W.I.R. als Veranstalter der Ratzeburger Gewerbeschau einen Strich durch die Rechnung. Insgeheim hatte man gehofft, einen neuen Besucherrekord aufzustellen. 2016 kamen immerhin rund 20000 Gäste auf das Messegelände an der Riemannstraße.

W.I.R.-Vorsitzender Gunnar Koech sprach es gleich bei der Eröffnung am Freitagabend in der Halle A an: Es habe ihm schon weh getan, dass der Antrag auf finanzielle Unterstützung durch die Stadt Ratzeburg politisch abgelehnt worden sei mit der Begründung, es handele sich schließlich um eine kommerzielle Veranstaltung.

Auch die mangelnde Bereitschaft selbst im W.I.R., bei der Organisation mitzuhelfen, monierte Koech. Messe-Chef Michael Burmester habe die Veranstaltung quasi im Alleingang – lediglich mit familiärer Hilfe sowie aus seinem Dachdeckerbetrieb – auf die Beine gestellt. „Es wird immer schwieriger, auch jüngere Leute zu finden, die sich engagieren“, kritisierte Koech. Die Gewerbeschau sei neben dem Inseladvent, dem Bürgerfest und jetzt im Mai der NDR-Landpartie die größte Veranstaltung in der Stadt und ein großes Aushängeschild, das eigentlich zu unterstützen sei.

Aus der „Politik“ gab es dazu zwei Rückmeldungen. Prof. Ralf Röger erklärte, seine CDU habe den Antrag auf Begleichung der Mietkosten in Höhe von 2000 Euro im AWTS im Februar eingebracht. Doch dieser sei mit sieben gegen vier (= CDU) Stimmen abgelehnt worden. Mit der Begründung, der W.I.R. sei kein gemeinnütziger Verein. Dies bestätigte Uwe Martens von der SPD: „Es handelt sich hier um eine kommerzielle Veranstaltung. Wenn wir die unterstützen, kann sich jeder gemeinnützige Verein, der nichts bekommt, zu Recht darüber beklagen.“

 Von Joachim Strunk

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