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Lauenburg Seit 20 Jahren grüßt die Miljes-Kuh
Lokales Lauenburg Seit 20 Jahren grüßt die Miljes-Kuh
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09:03 07.11.2018
Elke Miljes freut sich über das 20-jährige Bestehen ihres feinen, kleinen Hofladens in Hollenbek, Gemeinde Behlendorf. Quelle: Joachim Strunk
Hollenbek/Behlendorf

„Das ist doch die lustige Kuh, die am Straßenrand in der Ortsdurchfahrt von Hollenbek auf den Hofladen hinweist!“, sagte mein Chef. Und nicht nur ihm hat sich das Hinweisschild mit der „Miljes-Kuh“ in den vergangenen zwei Jahrzehnten eingeprägt. „Wir haben eine gute Stammkundschaft, die nicht nur hier vom Dorf, sondern auch aus Lübeck und sogar Hamburg kommt“, sagt Elke Miljes. Über die Internet-Adresse www.hofmiljes.blogspot.de können sich die Kunden zudem über das aktuelle Angebot informieren.

Vor 20 Jahren hat sie die Entscheidung ziemlich spontan getroffen. Die Einzelhandelskauffrau (mit Fleischerei), die in Nusse bei Trengel gelernt hatte, sprang schnell auf den Zug auf, als sich die ersten Hofläden etablierten. Mit Erfolg. Denn der Hofladen von Miljes ist zwar klein, aber äußerst fein. Vor allem für Fleischliebhaber gilt die Adresse nach wie vor als Geheimtipp.

Artgerechte Freilandhaltung

„Die Leute wollen wissen, woher das Fleisch kommt. Und das können sie bei uns direkt sehen. Hier laufen die Gänse, Enten, Hühner und Hähnchen und natürlich auch die Rinder frei auf der Wiese. Artgerechte Freilandhaltung ist für viele wichtiger als das Bio-Siegel: Das garantiert quasi ein gutes Leben.“

Die Fleischerzeugnisse sind gewissermaßen das Erkennungszeichen des Hofladens. Elke Miljes ist bekannt für ihre selbst gemachte Leberwurst oder das Sauerfleisch, verschiedenste Würste und ordentliche Steaks. Daneben bietet sie aber auch noch Eier und Eierlikör, Honig und Kartoffeln an.

Außerdem können Gärtner ihre Äpfel und Birnen vorbei bringen. Der Miljes-Hofladen arbeitet mit der Mosterei Rüter (Niedersachsen) zusammen, die für das Obst leckeren Saft anbietet.

Kälbchen streicheln

Von der Landwirtschaftskammer habe man sie mal gefragt, ob sie den Laden nicht vergrößern wolle. Wo er doch so erfolgreich laufe. Aber da habe sie gleich abgewunken. „Dann hätte ich ja gar keine Zeit mehr für die andere Arbeit, meine Hobbys oder fürs Radfahren.“

Die Arbeit im Laden mache ihr viel Spaß so wie es läuft, mehr brauche es nicht. Geöffnet hat sie donnerstags und freitags von 9 bis 13 und von 15 bis 18 Uhr sowie sonnabends von 9 bis 12 Uhr (und nach Terminabsprache).

Alle Kunden und interessierten Gäste sind anlässlich des 20-jährigen Laden-Jubiläums zu einem Tag der offenen Tür eingeladen: am kommenden Sonnabend, 10. November, von 11 bis 16 Uhr. Hier kann man sich anschauen, wo und wie die Miljes-Tiere leben, sich mit Elke und Dieter Miljes über Landwirtschaft und gute Ernährung austauschen oder einfach Rindergrillwurst und Gulaschsuppe, Kaffee und Kuchen genießen. Kinder dürfen Kälbchen streicheln oder auf der Strohburg toben.

Joachim Strunk

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