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Lauenburg Millionen für Mobilität
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20:10 18.01.2017
Büchen

Der Büchener Bahnhof setzt mit dem geplanten Ausbau zur Mobilitätsdrehscheibe landesweit Maßstäbe und das Land unterstützt die Gemeinde dabei. Gestern brachte Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) in Büchen einen weiteren Scheck vom Land über 5,2 Millionen Euro vorbei. Im August hatte es bereits 1,4 Millionen gegeben. Insgesamt kosten der Umbau der ehemaligen Güterrangierfläche auf der Bahnhofs- Nordseite zum Personen-Umschlagsplatz von Bahn auf Bus, Auto und Fahrrad sowie die Umgestaltung der Südseite 10,3 Millionen Euro.

„Büchen ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für den Nahverkehr in Schleswig-Holstein. Wir freuen uns über das Engagement der Gemeinde und unterstützen das Projekt Mobilitätsdrehscheibe natürlich gerne“, sagte Verkehrsminister Meyer. Was in Büchen in Sachen Mobilität entwickelt werde, sei beispielhaft im Land. „Wenn ich zu diesem Thema im Land unterwegs bin, sage ich immer, schaut euch mal Büchen an“, sagte Meyer. Besonders freue ihn, dass die Gemeinde hier auch neue Wege beschreite und über den Nahverkehr hinausgehende Dienstleistungen anbieten wolle. Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten auf der Bahnhofsnordseite beginnen. Abschluss soll in etwa zweieinhalb Jahren sein. Die geplanten Vorhaben ergänzen die im August vergangenen Jahres begonnenen und vor dem Abschluss stehenden Maßnahmen an der Lauenburger Straße.

Auf Seiten der Gemeinde ist die Freude groß. „Diese Summe macht mich sprachlos“, sagte Bürgermeister Uwe Möller. „Wir kommen unserer Vision ein Stück näher.“ Mit der Förderung sei die Finanzierung sichergestellt und die Ausschreibung könne beginnen.

Kreisbauamtsleiter Michael Birgel lobte das Projekt als „Meilenstein“. „Die Mobilitätsdrehscheibe ist ein Teil des Mobilitätskonzeptes des Kreises. Wir haben in den vergangenen Jahren bereits ein Grundliniennetz geschaffen, das auch die Bahnhaltepunkte miteinander verbindet“, so Birgel. In Büchen komme hinzu, dass die Gleise nur wenige Meter entfernt und weitgehend barrierefrei erreichbar seien. „Das reduziert die Umsteigezeiten zwischen Bus und Bahn und macht den Bahnhof noch attraktiver. Hinzu kommt das große Angebot an Stellplätzen für Autos und Fahrräder“, so Birgel. Damit würden auch für Pendler, die auf den letzten Metern keinen ÖPNV-Anschluss hätten, Hürden genommen.

Außerdem schaffe die Gemeinde eine Reihe an Fahrradstellplätzen, die nicht nur überdacht und abschließbar seien, sondern teilweise auch Lademöglichkeiten für E-Bikes und Pedelecs hätten. „Das ist ein Meilenstein“, sagte Birgel – und davon profitiere auch die Gemeinde. Büchen sei mit 30 Minuten Fahrzeit zum Hamburger Hauptbahnhof damit für Bürger noch attraktiver, sich dort ein Haus zu bauen und dann in Hamburg zu arbeiten. Derzeit ist die Gemeinde Büchen zudem im Gespräch mit weiteren externen Serviceanbietern. So sollen auch eine Packstation und Einkaufsboxen entstehen.

Die Kosten für die Mobilitätsdrehscheibe werden für beide Bahnhofsseiten auf 10,3 Millionen Euro geschätzt. Die Arbeiten auf der Südseite fördert das Land mit 1,4 Millionen Euro.

Holger Marohn

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