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Lauenburg Millionen für die Straßen im Kreis
Lokales Lauenburg Millionen für die Straßen im Kreis
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20:42 27.12.2017
Auf dem Weg zu besseren Straßen wird es im kommenden Jahr allerdings erst einmal zu zahlreichen Einschränkungen kommen. Quelle: Foto: Phs

An den Straßen und Brücken im Kreis wird im kommenden Jahr kräftig gebaut. Vor allem die neue Landesregierung hat die Mittel für die landeseigenen Straßen erheblich aufgestockt. Wurden in den vergangenen fünf Jahren nach Landesangaben landesweit durchschnittlich 23,8 Millionen Euro verbaut, sollen künftig 103,6 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung stehen. Die Folge: Bereits im kommenden Jahr werden drei Abschnitte im Kreisnorden saniert.

Das Land stellt für die Sanierung der Landesstraßen im Kreis Herzogtum Lauenburg im kommenden Jahr außerplanmäßig 5,5 Millionen Euro bereit. Das hat Verkehrsminister Bernd Buchholz bekanntgegeben. Grundlage ist eine Prioritätenliste von Kreis und Gemeinden.

Ursprünglich waren derartige Baumaßnahmen von der alten Landesregierung erst nach dem Vorliegen der Ergebnisse der für das kommende Jahr geplanten turnusmäßigen Zustandserfassung und -bewertung ZEB der Landesstraßen geplant. Im Sommer – kurz nach Amtsantritt – hatte Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) dann jedoch die Kreise aufgefordert, mit den Gemeinden abgestimmte Prioritätenlisten für Sanierungsarbeiten vorzulegen. Hintergrund für das neue vom Minister angewandte Verfahren sei, dass „es in der letzten Legislatur ständig Zank um die Frage gab, welche Landesstraße zuerst saniert wird“, so ein Sprecher.

„Bei der Bewertung der mir vorliegenden Maßnahmen konnten wir daher neben den bereits bekannten Kriterien nun auch das Kriterium regionale Bedeutung zugrunde legen“, begründet Buchholz nun die Ministeriumsentscheidungen. Danach sollen im Lauenburgischen im kommenden Jahr die L220 zwischen Koberg und Nusse sowie zwischen Nusse und Kühsen und die L92 zwischen Lütjensee und Schönberg erneuert werden.

„Die übrigen von den Kreisen genannten Projekte werden unter Berücksichtigung der Ergebnisse der ZEB des Landesstraßen-Netzes in eine Neubewertung eingehen und im Rahmen der Erhaltungsprogramme 2019 - 2022 in die längerfristige Landesstraßenstrategie eingepasst. Dies soll voraussichtlich im zweiten Quartal 2018 erfolgen“, heißt es aus Kiel.

Damit erfülle die neue Landesregierung nicht nur schon in 2018 die ersten großen Wünsche aus den Regionen, sondern stelle auch die Weichen „für eine beschleunigte Sanierung des seit Jahrzehnten vernachlässigten Landesstraßen-Netzes“. Allein um einen tadellosen Zustand aller Landesstraßen wieder herzustellen, müsste das Land über mindestens zehn Jahre lang jährlich rund 90 Millionen Euro in die Reparatur investieren, beschreibt Buchholz den Investitionsstau. Er sei daher froh, dass mit den dringlichsten Projekten bereits zum Frühjahr 2018 – sobald das Wetter es zulasse – ein erster Aufschlag gemacht werden könne.

Der Abbau des Investitionsstaus sorgt allerdings auch beim in den vergangenen Jahren personell reduzierten Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr für deutlich mehr Arbeit. Daher trage der Einstieg der bundes- und ländereigenen Planungsgesellschaft DEGES in das A-20-Projekt dazu bei, dass der LBV wieder personell über mehr Bewegungsspielraum verfüge, um das Sanierungsprogramm zu begleiten.

Auch beim Kreis hat der Konsoliodierungskurs der vergangenen Jahre für einen Investitionsstau gesorgt, wenn auch nicht so dramatisch wie auf Landesebene. So könne der Gesamtzustand der Kreisstraßen derzeit als befriedigend bezeichnet werden. Allerdings gehe man davon aus, „dass in den kommenden Jahren Deckenerneuerungen in vielen Fällen nicht ausreichen werden“. Die Folge seien voraussichtlich verhältnismäßig mehr deutlich aufwändigere Ausbaumaßnahmen. Jüngst erst hatte der FDP-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Thomas Kuehn, gefordert, nach überstandener Konsolidierungsphase mehr Geld in den Erhalt der kreiseigenen Straßen zu stecken. Das sei günstiger, als später die Straßen komplett erneuern zu müssen.

Neben den für das kommende Jahr geplanten Bauarbeiten an den Straßen geht der Kreis davon aus, dass „mittelfristig“ auch die Ortsdurchfahrten in Müssen (K 17, Bergstraße), Güster (K 75, Hauptstraße), Römnitz (K65) und in Bergrade (K40) saniert werden müssen.

Von Holger Marohn

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