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Lauenburg Mit Kuchen und Pizza: Neues Backhaus eingeweiht
Lokales Lauenburg Mit Kuchen und Pizza: Neues Backhaus eingeweiht
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20:31 30.10.2017
Bürgermeister Bernd Granzow (links) und Backhaus-Projektleiter Burghard Ehlers haben nach der offiziellen Einweihung die ersten Brote aus dem Ofen geholt. Quelle: Foto: Jens Burmester
Grabau

Zahlreiche Grabauer Bürger ließen sich das erste Backfest nicht entgehen. Auf der vier Quadratmeter großen Backfläche wurden Brote und Pizzen gebacken, die die Grabauer als Teigzubereitungen mitbrachten und anschließend gemeinsam im Gemeindehaus verzehrten. Die Grabauer pflegen mit dem Backhaus eine Tradition, die früher in den Dörfern weit verbreitet war. Außer Projektleiter Burghard Ehlers, der quasi der Bauleiter für das neue Backhaus war, wissen heute nur wenige ältere Bürger, wie ein Backhaus betrieben werden muss. Die alte Technik soll an interessierte, junge Einwohner vermittelt werden. Tradieren nennt man die Weitergabe von Handwerkstechniken von einer Generation an die nächste.

In der 300 Einwohner-Gemeinde Grabau wird Gemeinschaft gepflegt und gern zusammen gefeiert. Am Sonntag gab es nun wieder einen schönen Anlass für Nachbarschaftspflege: Das neue Backhaus am Dorfgemeinschaftshaus wurde feierlich eingeweiht.

Die Idee zum Bau eines Backhauses in Grabau ist schon etwas älter. Wie Projektleiter Ehlers erzählt, habe man eigentlich ein altes Backhaus aus dem Dorf nur umsetzen wollen. „Beim Abtragen der Steine wurde schnell deutlich, dass nur noch die Kuppelsteine zu verwenden waren, das alte Haus war mit Lehm gebaut.“ Für das neue Backhaus habe man Verblendsteine gewählt, die Decke sei aus Stahlbeton, der Boden eine Sohlplatte. „64 Millimeter Schamott und darunter 70 Millimeter Wärmedämmung“, sagt Ehlers. Im unteren Teil befindet sich das Holzlager. Denn bevor die Schamottsteine eine Temperatur um die 500 Grad erreicht haben, muss viel Holz verbrannt werden. Danach wird die Glut ausgekehrt. Dann kommen zunächst Brote aus Roggenmehl in den Ofen, da sie hohe Temperaturen zum Garen brauchen, danach Pizza oder Butterkuchen. Die Hitze hält sich viele Stunden.

Das Projekt wurde von einer Interessengemeinschaft umgesetzt. Zwölf Leute haben mitgemacht, 600 Stunden ehrenamtlich, aber mit großem Knowhow, gearbeitet. „Es gibt viele Handwerker in Grabau“, sagt Ehlers. Nun konnte das schmucke Bauwerk nach historischen Vorbild in Betrieb genommen werden. Die Baukosten betrugen rund 7000 Euro, die Aktivregion Sachsenwald hat einen Zuschuss von 2000 Euro gewährt.

Von Silke Geercken

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