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Lauenburg Mit Pistole bedroht: VW Lupo geraubt
Lokales Lauenburg Mit Pistole bedroht: VW Lupo geraubt
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15:52 29.11.2018
Einem 64-Jähriger wurde sein Auto geraubt. Die Polizei fasste einen Verdächtigen. (Symbolbild) Quelle: Carsten Rehder/dpa
Geesthacht

Schneller Fahndungserfolg für die Polizei nach einem irren Auto-Raub im Geesthachter Stadtzentrum: Beamte konnten am Mittwoch einen 36-Jährigen festnehmen, der unter Vorhalt einer Schusswaffe auf dem Parkplatz des Geesthachter Rathauses einem 64-Jährigen dessen Auto geraubt hatte. Die Hintergründe der Tat sind nach Angaben der Polizei noch unklar.

Gegen 11.50 Uhr hatte der 64-Jährige am Mittwoch mit seinem VW Lupo am Bandrieter Weg eingeparkt. Er blieb im Wagen sitzen, um auf seine Tochter zu warten, die in der Nähe etwas auf der Bank zu erledigen hatte. „Plötzlich trat ein Mann an die Fahrertür des Fahrzeugs heran. Der Geesthachter öffnete die Tür und augenblicklich drückte ihm der Täter eine Schusswaffe in die Seite“, berichtet Polizeisprecherin Katharina Fehring. Der Täter forderte den Autofahrer auf, ihm seinen Kleinwagen zu überlassen. Der 64-Jährige stieg daraufhin verängstigt aus und der Täter fuhr mit dessen Auto davon. Die erwachsene Tochter des Mannes hatte das Geschehen aus sicherer Entfernung bereits beobachtet und sofort per Notruf die Polizei informiert, so dass zahlreiche Streifen Richtung Geesthacht rasten.

Groß angelegte Fahndung

Im Rahmen einer groß angelegten Fahndung konnte die Polizei den VW Lupo schon nach wenigen Minuten auf der B 5 in Grünhof auf dem Weg Richtung Lauenburg stoppen. „Der Fahrer konnte widerstandslos festgenommen werden“, berichtet Fehring. Im Wagen fanden die Beamten die mutmaßliche Tatwaffe, eine Schreckschusspistole. „Zwei Streifenwagen hatten dem VW im Bereich der Bushaltestelle ihr Anhaltesignal gegeben, und es sah aus, als hätte der geflüchtete Fahrer ganz ordentlich angehalten“, schildert ein Augenzeuge die für die Beamten zunächst nicht ungefährliche Situation. Der Zugriff erfolgte aber ohne Probleme.

Beschuldigter schweigt

Der Beschuldigte schweigt nach Polizeiangaben bislang zu dem Tatvorwurf. Die Staatsanwaltschaft Lübeck beantragte einen Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts der schweren räuberischen Erpressung und ließ den 36-Jährigen dem Haftrichter am Schwarzenbeker Amtsgericht vorführen. „Der Mann schwieg auch bei mir“, erklärte Gerichtsdirektor Suntke Aden, der den 36-Jährigen in Untersuchungshaft schickte. Merkwürdig: Der Tatort befindet sich in Sichtweite des Geesthachter Polizeireviers. Der Festgenommene hätte eigentlich damit rechnen müssen, bei solch einer Tat auf dem belebten Parkplatz schnell geschnappt zu werden.

Der ausgeraubte Geesthachter wurde bei der Tat nicht verletzt. „Wenn man das mit den Augen des Geschädigten betrachtet, war das sicher eine hochgradig belastende Situation“, meint Ulla Hingst, die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Hinweise auf eine eingeschränkte Schuldfähigkeit des 36-Jährigen würden derzeit nicht vorliegen, sagte sie. „Es ist ein schwerwiegender Tatvorwurf.“

Timo Jann

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