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Lauenburg Mit aller Kraft für den Generationenpark
Lokales Lauenburg Mit aller Kraft für den Generationenpark
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21:54 30.09.2017
Trainieren im Grünen: In Mühlenrade ist das möglich, wie Bürgermeister Bernd Salomon gern demonstriert. Aus dem alten Spielplatz ist ein Generationenpark geworden. Quelle: Fotos: Florian Grombein

„Wir hatten den Traum, einen Dorfmittelpunkt zu schaffen, an dem sich jede Generation trifft“, sagt Sybille Zillmer-Pauli. Zusammen mit Bürgermeister Bernd Salomon und Gemeindevertreterin Karen Jordis hatte sie vor zwei Jahren die Idee für den Generationenpark auf dem Spielplatzgelände am Mühlenweg. „Wir wollten zur 777- Jahr-Feier des Ortes keine große Party geben, sondern etwas Nachhaltiges schaffen“, erklärt Bürgermeister Salomon.

Ein Platz, an dem sich Jung und Alt treffen, Sport machen, Klönen und spielen – diesen Wunsch haben sich die Mühlenrader mit EU-Mitteln erfüllt. Ein Generationenpark mit Boulebahn und modernen Sportgeräten wird am 3. Oktober eingeweiht. Ein besonderes Projekt im ländlichen Raum.

Der alte, in die Jahre gekommene Spielplatz wurde in ein Freizeitangebot an frischer Luft für Besucher jedes Alters umgewandelt. Neben dem Spielplatz mit neuen Geräten und dem sanierten Fußballplatz stehen nun auch eine wetterbeständige Sitzecke, eine Boulebahn sowie ein halbes Dutzend Outdoor-Sportgeräte für Erwachsene zur Verfügung. Insgesamt acht Personen können daran gleichzeitig trainieren. Oberkörper, Beine und Rücken lassen sich so prima unter freiem Himmel fit halten.

„Für diese Umgebung ist das ein außergewöhnliches Angebot“, sagt Salomon. „Es ist der Gemeinde mit Unterstützung der Aktivregion Sachsenwald-Elbe sogar gelungen, Fördermittel der EU zu gewinnen“, ergänzt Sybille Zillmer-Pauli. Da Mühlenrade nicht über die finanziellen Mittel verfügte, das Projekt allein zu stemmen, wurde bereits vor zwei Jahren ein Antrag bei der Aktivregion und beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) gestellt. Die Anstrengungen bis zur Realisierung konnten nur mit einem engagierten Team gelingen. Der Arbeitskreis „Generationenpark“

wurde gegründet. Unterstützung gab es vom Amt Schwarzenbek-Land. 36000 Euro wurden investiert. Fast 60 Prozent davon wurden gefördert, den Rest der Kosten tragen Gemeinde und Amt.

„Zielsetzung für unsere Gemeinde ist es nicht nur, das Dorfleben zu pflegen, sondern aus einem Durchgangsort eine Verweil-Station zu machen“, sagt der Bürgermeister. Er hofft, dass Durchreisende oder sogar Menschen aus Hamburg, die einen Ausflug machen, Mühlenrade besuchen. Schließlich befinde man sich im „Hamburger Speckgürtel“ und sei ein Teil der Metropolregion.

Ein gepflegter Park für alle Generationen ist sinnvoll. 40 Prozent der Bewohner in der 195-Seelen- Gemeinde zwischen Trittau und Mölln sind älter als 60 Jahre. Senioren können die neuen Trainingsgeräte genauso benutzen, wie alle anderen Sportbegeisterten. 20 Prozent der Einwohner in Mühlenrade sind Kinder, erklärt Salomon. Für sie gibt es nun zusätzlich zu den alten Geräten ein neues Karussell, einen Schwebebalken und eine runde Platte, auf der man balancieren und wippen kann. Ob es gelingt, alle Generationen einzubinden, wird sich vielleicht schon kommende Woche zeigen.

Zur Eröffnung lädt die Gemeinde für Dienstag, 3. Oktober, alle Interessierten ein. Um 10 Uhr beginnt ein Fußballturnier. Ab 12 Uhr folgt der Festakt mit Gästen aus dem Amt Schwarzenbek Land und Vertretern der Aktivregion.

Nächste Versammlung der Aktivregion

Die LAG Aktivregion Sachsenwald-Elbe tagt wieder am Mittwoch, 11. Oktober, 19.45 Uhr, in Schwarzenbek im Festsaal des Rathauses am Ritter-Wulf-Platz. Im Fokus steht eine Bewertung der in der aktuellen Förderperiode angeschobenen Projekte – eine sogenannte Evaluierung.

Erster Vorsitzender ist René T. Steinhäuser. Es ist die mittlerweile 14. Mitgliederversammlung. Die Treffen sind öffentlich. Die Teilnehmer wollen sich über die Änderungen der integrierten Entwicklungsstrategie abstimmen.

 Florian Grombein

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