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Lauenburg Mit dem Kunst-Bus zu den Ateliers
Lokales Lauenburg Mit dem Kunst-Bus zu den Ateliers
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20:37 03.07.2017
Live-Musik im Kunst-Bus: FatalFourWay mit Moritz Nuppnau, Florian Klein und Niklas Holz (von links). Quelle: Fotos: Thomas Biller
Ratzeburg/Buchholz/Salem

Mit dem Bus zur Kunst: Das war am Sonntag im Rahmen des Kultursommers am Kanal zum ersten Mal zu erleben. „Bus Kunst Bus“ heißt die Idee. Die LN fuhren ein paar Stationen mit diesem Kulturshuttle mit – begleitet von Live-Musik.

Kulturshuttle mit Musik feierte Premiere beim Kultursommer am Kanal.

Beach unplugged

Mit der Ratzeburger Band Cashpoint, die auch Eigenkompositionen im Programm hat, startete um 14 Uhr das Pegasus Beach Unplugged am Strandbad der Schlosswiese. Bis 20 Uhr unterhielten zahlreiche Bands die Besucher und sorgten gemeinsam mit der zunehmend durchdringenden Sonne für eine entspannte Atmosphäre. thobi

Vor der Abfahrt in Ratzeburg installierte Anja Franksen aus Lübeck bunte Fragen im Bus: „Insight – Eine Reise im bildnerischen Dialog“. Mit sehr persönlichen Fragen beabsichtigte die Künstlerin, die Mitreisenden zu einer Innenschau anzuregen. Die Mitglieder der Band FatalFourWay fixierten mit Klebeband noch schnell einen Notenständer am Boden des Busses und die Fahrt konnte pünktlich starten.

Mit Live-Musik und den überall im Bus aufgehängten Fragen begaben sich 14 Mitreisende auf die Kunstreise. Reiseleiterin Caterina Cianfarini hatte für alle Fahrgäste einen Busfahrplan dabei und führte in die Reise ein.

In Buchholz hatte auch Marlis Haider ihr „Atelier“ geöffnet. „Ich bin Gast-Ausstellerin und wohne hier für insgesamt vier Jahre“, berichtete Haider. Nach eigenen Worten sei sie „Hobby-Fotografin“.

Über 40 großformatige Fotografien und Collagen zeigte sie in ihrem Haus. Oft sehr bunt, oftmals Architektur und „besondere Fenster“ waren zu sehen. „Ich bearbeite die Fotos nicht“, versicherte die Künstlerin, die allein am Sonnabend gut 50 Besucher verzeichnen konnte. Wieder zurück in Ratzeburg ging es in das Atelier von Claudia Bormann. Die bekannte Künstlerin öffnet ihre Räume jedes Jahr für den Kultursommer am Kanal. Erstmalig zeigte sie gemeinsam mit Fotografin Caroline Steiner ihre Arbeiten. „Ich lade nie selber ein; es kommen einfach Menschen, die ich nicht kenne“, sagte Bormann im Gespräch mit den LN. Manchmal würde sie in ihrem Atelier auch schlafen. „Aber schlecht. Ich wache dann nachts auf, sehe mein unfertiges Bild und habe schlechte Laune“, so die Künstlerin. Von schlechter Laune war ihr allerdings am Sonntag nichts anzumerken: Alle Besucher wurden freundlich begrüßt und Claudia Bormann erläuterte gern die Entstehung ihrer gezeigten Werke.

Sicherheitshalber hatte Anja Franksen in Salem ihr „Insight-Uferbüro“ nicht wie geplant direkt am Seeufer aufgebaut, sondern wetterbedingt Schreibtisch und die alte Schreibmaschine im Gemeindehaus untergebracht. Dort hingen die Fragen, die auch schon im Bus zu sehen waren, an einer Leine. Antworten, die von Besuchern kamen, tippte Franksen mit ihrer Schreibmaschine auf ein kleines Stück Leinwand und hängte diese unter die jeweilige Frage. „Wie ist dein aktueller Kontostand?“, oder „Was würdest du tun, wenn du ab sofort keine Angst mehr hättest?“, waren zwei Beispiele. Die Idee dahinter: „Eine Inspiration, Antworten in sich selbst zu finden und mit anderen ins Gespräch zu kommen“, so Anja Franksen. Nach Salem steuerte der Kunst-Bus noch das offene Atelier von Antje Ladiges-Specht in Klein Zecher an.

Thomas Biller

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