Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Mit diesen Tipps sollen Einbrecher ferngehalten werden
Lokales Lauenburg Mit diesen Tipps sollen Einbrecher ferngehalten werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:45 25.10.2017
Tischler Wolfgang Brumm informierte bei der Präventionsveranstaltung zum Einbruchsschutz auch Petra und Wolfgang Bamberg über Sicherungsmaßnahmen für Fenster und Türen. Quelle: Fotos: Timo Jann

Und das ist die Hauptsaison für Einbrecher. Damit sich die Menschen in ihren eigenen vier Wänden aber sicher fühlen können, hat Gerd Dietel von der Präventionsstelle der Polizeidirektion in Ratzeburg auf Einladung des Landfrauenvereins Schwarzenbek etwa 100 Interessierte zum Thema informiert. „Man kann sein Haus oder seine Wohnung mit einigen Maßnahmen für 99 Prozent der Täter uninteressant machen“, sagte Dietel und ergänzt: „Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, weil man ja auch noch lebenswert wohnen möchte.“

„Momentan ist die Lage sehr ruhig, aber ich bin nicht optimistisch, dass das so bleibt“, sagt Ernst Jenner, Leiter des Schwarzenbeker Polizeireviers, zur aktuellen Lage in Sachen Einbruchsdiebstahl. Auslöser für diese Art des Pessimismus: Die dunkle Jahreszeit beginnt gerade erst.

Am Rande der Veranstaltung in Schröders Hotel zeigten auch Fachfirmen, die von der Polizei für den Einbruchschutz zertifiziert sind, wie man Fenster und Türen sichern kann. „Bei Einfamilienhäusern ist die Terrassentür meistens der erste Punkt, an dem Täter aktiv werden. In Mehrfamilienhäusern sind es meistens ganz oben die Wohnungstüren“, berichtete Wolfgang Brumm von der Tischlerei Schmidt in Glinde. Mehrfachverriegelungen und spezielle Beschläge bieten an Fenstern und Türen mehr Schutz. Muss ein Fensterflügel komplett mit neuen Sicherungselementen ausgestattet werden, fallen laut Brumm Kosten in Höhe von 350 Euro an. Sein Tipp: Eine Beratung vor Ort ist kostenlos. „Dann können wir auf individuelle Probleme eingehen und Lösungen für einen besseren Schutz suchen.“

Dietel referierte unter anderem über Tätertypen („Die meisten Täter sind Gelegenheitstäter“ oder „Einbruchskriminalität ist überwiegend männlich“) sowie den kritischen Zeitraum zwischen 14 und 21 Uhr. „Ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster“, warnte er davor, auch bei kurzen Besorgungen Fenster geöffnet zu lassen. Auch nicht im Obergeschoss. „Täter wissen, dass sie dort oftmals leichteres Spiel als im Erdgeschoss haben“, warnte Dietel. Er rät als Erstmaßnahme gegen das Aufhebeln von Fenstern zu Teleskopstangen als Verriegelung.

Rückgang erwartet

Im Jahr 2016 wurden in Schleswig-Holstein 7711 Einbruchsdelikte registriert, im Kreis Herzogtum Lauenburg waren es 555. Für dieses Jahr rechnet die Polizei mit einem Rückgang der Zahlen. „Wir verstärken jetzt wieder unsere Präventionsstreifen, sind zu Fuß und mit dem Fahrrad, aber auch in zivil unterwegs“, berichtete Gerd Dietel. Wer verdächtige Personen beobachtet, sollte über den Notruf 110 die Polizei informieren, sich die Menschen einprägen und Fahrzeuge oder Wege melden.

Timo Jann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Einen besonderen Konzertabend mit einer Lesung gibt es am kommenden Sonntag, 29. Oktober, im „Kleinen Theater Schillerstraße“ in Geesthacht. Es gastieren die Tribute-Band „The Beatles Connection“ und der Autor und Schauspieler Achim Amme. Beginn ist um 20 Uhr.

25.10.2017

Die Grundschule Sterley lädt am Donnerstag, 16. November, zum Tag der offenen Tür ein. Die Schule öffnet unter dem Motto „Erleben, was verbindet!“ von 13.30 bis 15.30 Uhr ihre Türen.

25.10.2017

Der beliebte Kunsthandwerkermarkt geht in die 22. Runde. Am Wochenende vom 4. und 5. November lädt das Amtsrichterhaus Schwarzenbek wieder zum Stöbern und Verweilen ein.

25.10.2017
Anzeige