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Lauenburg Mit großen Schritten zum Kultursommer
Lokales Lauenburg Mit großen Schritten zum Kultursommer
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12:11 10.05.2016
Freude auf den Kultursommer am Kanal: Kreispräsident Meinhard Füllner (v. l.), Wolfgang Engelmann (Stiftung Hzgt. Lauenburg), Günter Schmidt (HLMS), Intendant Frank Düwel, Marita Landgraf, Marco Pries (KSK), Ulrike Mechau-Krasemann und Andreas Thiede. Quelle: Grombein
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Lauenburg

Auch der Hauptsponsor Kreissparkasse hat bereits Unterstützung zugesagt. In diesem Jahr steht der nunmehr elfte Kultursommer erst einmal unter dem Motto „Aus dem Nichts ins Glück“.

„Wir erfreuen uns an den Möglichkeiten der digitalen Kunst.“ Frank Düwel, Intendant

Vom 9. Juli bis 8. August wird wieder ein in der Region einzigartiges Programm in historischen Städten und malerischen Dörfern sowie mitten im Naturpark Lauenburgische Seen geboten. 94 Veranstaltungen an 34 Orten sollen Menschen aus dem ganzen Land anlocken und heimischen Künstlern Raum bieten, sich zu entfalten. Besondere Aufmerksamkeit gilt 2016 dem Künstlerhaus Lauenburg — zum 30-jährigen Bestehen wollen sich ehemalige Stipendiaten einbringen.

„Was das Künstlerhaus leistet, ist sehr wichtig und inspirierend für die Kulturschaffenden im Kreis“, erklärt Düwel den Beteiligten in der Diele des Künstlerhauses, dessen Betreiber den Kultursommer am 9. Juli ab 14 Uhr mit einen gemeinsamer Swingtanz eröffnen wollen. Der Blick in das dicke und frisch gedruckte Programmheft offenbart eine gute Mischung aus altbewährten und innovativen Ideen rund um Kunst, Theater Musik und Performance. Ab sofort gebe es zum Beispiel wieder Karten für das Wandertheater, so Düwel. „Wahrscheinlich aber nur bis zum Nachmittag“, scherzt Kreispräsident Meinhard Füllner und weist auf den Erfolg der Veranstaltung in den vergangenen Jahren hin. In diesem Jahr trauen sich die Schauspieler an Romeo und Julia heran. Drei Stunden sitzen die Zuschauer dabei im Kanu und verfolgen Szenen an verschiedenen Orten am Ufer des Schaalseekanals. „Wenn junge Schauspieler Liebesszenen spielen, knistert es immer“, berichtet Düwel. Ebenfalls wieder im Programm dabei ist der theatrale Spaziergang von „Bismarck und seinem Förster“ im Sachsenwald.

Den größten Teil nehmen die offenen Ateliers mit bildender Kunst ein. Ganz neu ist das „ArtCachin“ in Geesthacht. „Die Stadt ist durch eine Klangpartitur durchsetzt, die sich der Besucher per Smartphone erschließen kann“, berichtet Mitorganisator des Festivals, Manfred Scharfenstein. Düwel macht noch neugieriger indem er verrät, dass Gasballons aufsteigen werden, in denen Handys sind, die angerufen werden können. „Wir wollen uns an den Möglichkeiten der digitalen Kunst erfreuen“, sagt Düwel. Hervorzuheben ist auch der „Klangsee“. Das Publikum lauscht dabei Musikern, die ihre Uraufführung über den Pinnsee schicken werden.

In Ratzeburg sollen mit dem „Beach Unplugged“ Livemusik, Sport und Cocktails zu einem Erlebnis verschmelzen. Maskottchen des Festivals wird die Puppenfigur Karl Gustav Huber mit ihrer kontaktfreudigen Schildkröte sein. Der Puppenspieler soll mit dem Projekt „Schöner Warten“ an Bushaltestellen im Kreis für Unterhaltung zwischen den Stationen sorgen.

• Das ganze Programm unter www.kultursommer-am-kanal.de

Anfang und Ende

Der Auftakt des Festivals wird am 9. Juli in Lauenburg von ehemaligen Stipendiaten des Künstlerhauses gestaltet. Unter anderem Jimok Choi wird sich in einer Performance mit einem Aufstellpool und Musik dem Hochwasser von 2013 künstlerisch annähern. Am Kirchplatz sollen Tänzer auftreten.

Zu Ende geht der Kultursommer am 8. August mit dem großen Abschlussfest am „Blauen Montag“ im Stadthauptmannshof zu Mölln.

Von Florian Grombein

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