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Lauenburg Mit viel Mut in den Beruf des Landwirts
Lokales Lauenburg Mit viel Mut in den Beruf des Landwirts
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21:17 17.07.2016

Engagiert und hochmotiviert: Das sind die 16 jungen Frauen und Männer, die am Donnerstag in Gothmanns Hotel in Breitenfelde freigesprochen wurden im Beruf des Landwirtes. Wenn er diese frischen Gesellen sehe, sagte Kreisbauernpräsident Reinhard Jahnke aus Seedorf, mache ihm das Mut. Sie seien „die Zukunft unserer Betriebe und der Landwirtschaft“.

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Heiko Böckmann ist einer der wenigen Azubis, die keinen elterlichen Hof im Hintergrund haben. Aber er lebt in Klein Zecher direkt beim Hof Ratzow, wo auch sein Vater arbeitet. Insofern war es für niemanden eine Überraschung, dass sich der heute 20-Jährige für diesen Beruf entschied. „Ich habe schon immer mitgearbeitet, in den Sommerferien etwas Geld verdient“, erzählt er. Wie geht es für ihn jetzt weiter nach erfolgreichem Abschluss der Lehre? „Ein eigener Betrieb wäre natürlich schön, aber undenkbar. Das ist einfach viel zu teuer.“ Jetzt hilft er erst einmal beim Landwirt Langhans in Hollenbek in der Ernte, möglicherweise winkt hier eine Festanstellung. Ansonsten könnte er sich auch vorstellen, weiter zur Schule zu gehen und seinen Meister zu machen.

Was keinesfalls passieren dürfe, sei, dass massive öffentliche Kritik an der Landwirtschaft zu Frust bei den Protagonisten führe. Allerdings könne er sich das nicht vorstellen, denn nach wie vor genieße der Landwirt in der öffentlichen Meinung höchstes Ansehen.

Das erkennt man auch an den Jungbauern: Selbst angesichts der gerade schwelenden Markt- und Imagekrise, in der sich die Landwirtschaft befinde, strahlen sie Selbstbewusstsein und Optimismus aus. Sie sähen die Probleme wohl, sagte stellvertretend Felicia von Borries, doch im Grunde säßen alle in einem Boot, egal ob ökologisch oder konventionell arbeitende Betriebe. „Da ist viel Brisanz drin. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass es für alle wieder besser wird.“ Und Timon Behr ergänzt augenzwinkernd: „Einer muss es ja machen!“

Wen man auch fragte, jeder der hoffnungsfrohen Absolventen erklärte, den schönsten Beruf der Welt zu haben: „Es gibt zwar immer viel zu tun, aber wir machen das mit Leidenschaft. Es ist toll, wenn man täglich das Wachstum und den Erfolg der eigenen Arbeit sehen kann“, erklärte Torben Jürs.

 unk

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