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Lauenburg Rennstrecke auf dem Teppich in Geesthacht
Lokales Lauenburg Rennstrecke auf dem Teppich in Geesthacht
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22:40 28.08.2018
Jonas Isakovic, Thorsten Heins, Sebastian Sürstedt, Jens-Peter Isakovic und Phillip Rotermund (von links) lassen von der Tribüne aus ihre ferngesteuerten Modellautos über den Rennteppich flitzen.
Geesthacht

„Wir kannten uns damals vom Parkplatz am Heuweg, auf dem wir die Fahrzeuge fahren ließen. Dann haben wir uns als Verein zusammengeschlossen und von der Stadt die Möglichkeit bekommen, uns in der alten Sporthalle am Schulweg zu treffen. 2005 sind wir dann an die Berliner Straße umgezogen und haben seitdem hier unser Domizil“, berichtet Isakovic.

Elf Sekunden für 110 Meter: Diese Zeit schaffen die ferngesteuerten Modellautos, die in der Sporthalle an der Berliner Straße in Geesthacht über die 16 mal 25 Meter große Rennpiste flitzen. Einmal im Monat rollen die Mitglieder des Modell-Auto-Club (MAC) hier ihren Teppich aus, um auf der darauf markierten Rennstrecke um die Wette zu fahren. Vor 20 Jahren hatten Peter Isakovic und sechs Freunde den MAC für Fans von RC-Cars gegründet.

Erst Erfahrungen sammeln

Reinschnuppern: „Wer mag, darf auch gerne mal fahren, wenn er bei uns reinguckt“, sagt Peter Isakovic. Sein Tipp für Neugierige: Bloß nicht gleich ein teures RC-Modell kaufen, sondern erstmal Erfahrungen sammeln. Einige Fans der Modellbautechnik treffen sich auch zu Meisterschaften oder auf anderen Strecken.

Die ferngesteuerten Autos sind alle im Maßstab 1:10, 1:12 wäre auf der Strecke auch noch möglich. „Aber es mit anderen Größen zu kombinieren, wäre schwierig“, sagt Isakovic. Die Teppiche mit ihrer Rennstrecke bauen die Modellauto-Fans immer gleich auf. „Wir haben eine Rundenmessanlage und so vergleichbare Zeiten“, sagt Thorsten Heins. Etwa 250 Euro kostet ein Fahrzeug als Bausatz, mit Fernsteuerung und Regler kommt man auf etwa 600 Euro. „Das Schöne an unserem Verein ist, dass wir einander helfen und so auch niemand bei Problemen mit der Technik allein dasteht“, sagt Sebastian Sürstedt.

An den Fahrtagen richten sich die MAC-Mitglieder in der Sporthalle eine Bastlerwerkstatt ein. Tische und Stühle werden aufgestellt, Lampen installiert. „Die Einstellung der Fahrzeuge ist eine Wissenschaft für sich“, weiß Isakovic.

Winzige mit Öl gefüllte Stoßdämpfer, das letzte Stück Leistung aus dem Akku herausholen – das macht nachher den Unterschied bei den ansonsten nahezu identischen Fahrzeugen. „Man guckt schon, was alles möglich ist, um etwas schneller zu sein“, berichtet Sürstedt. So werden die Reifen beispielsweise mit einem Haftmittel bestrichen, damit die Autos in den rasanten Kurven nicht aus der Bahn fliegen. „Das Setting, also die Einstellung des Fahrzeugs, ist von Strecke zu Strecke unterschiedlich“, erklärt Sürstedt. Manchmal hängen die optimalen Werte selbst am Wetter.

Auf dem Teppich ist die Ideallinie der Fahrzeuge durch schwarzen Abrieb zu erkennen – wie auf einer richtigen Formel 1-Rennstrecke. Und wie bei den wahren Boliden geht auch bei den Modellen manchmal etwas schief. So stieg aus dem Flitzer von Michael Leiß plötzlich Rauch auf, der Regler war in Brand geraten. Er setzt eigentlich das Signal für die Mechanik um.

Fahrtage in diesem Jahr sind

am 22./23. September, am

20./21. Oktober, am 17./18. November

sowie am 8./9. Dezember.

Timo Jann

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