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Lauenburg Mölln: 50 Jahre gute Genesung in der Klinik Föhrenkamp
Lokales Lauenburg Mölln: 50 Jahre gute Genesung in der Klinik Föhrenkamp
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22:39 27.09.2017
Prof. Dr. med. Bettina Zietz, Leiterin der Kliniken Föhrenkamp und Hellbachtal, führt am Reha-Tag anlässlich des Jubiläums Gäste durch den Standort im Birkenweg. Diätetik, Physiotherapie und Psychologie wurden erläutert.
Mölln

„Die Vielseitigkeit und das therapeutische Team“, antwortet Prof. Dr. med. Bettina Zietz, Leiterin der Klinik Föhrenkamp, auf die Frage, was ihr Haus auszeichnet. Sie hat gestern viele Besucher durch die Klinik geführt, um ihnen anlässlich des 50-jährigen Bestehens zu zeigen, was Reha in Mölln kann. 385 Betten für Patienten, die auf dem Weg der Genesung sind, kann die Deutsche Rentenversicherung an ihren beiden Standorten Klinik Föhrenkamp und dem deutlich jüngeren Standort Klinik Hellbachtal in Mölln bieten. Zietz ist Leiterin beider Häuser.

Gesundheit spielte bereits vor 124 Jahren eine Rolle auf Gelände am Möllner Birkenweg. 1893 entstand ein Kurmittelhaus, dann ein Lungen-Sanatorium, ein Lazarett und die Landesheilanstalt. Vor 50 Jahren ebnete die Eröffnung der Klinik Föhrenkamp den Weg zum Reha-Standort Mölln.

Leiter der Kliniken

Unter dem Ärztlichen Leiter, Prof. Dr. med. Harald Henning, gelangte die Klinik zu weit anerkanntem Ruf im Bereich Hepatologie (Leberheilkunde). 1991 übernahm Prof. Dr.med. Gerd Oehler die Leitung des Reha-Zentrums, im Februar 2010 folgte Zietz.

Infos: www.foehrenkamp.deutsche-rentenversicherung-reha-zentren.de

Diätetik, Physiotherapie und Psychologie wurde den Besuchern gestern an praktischen Beispielen vorgestellt. „Es geht darum, wie man mit einfachen Mitteln aus der modernen Rehabilitation seine Gesundheit wiederherstellen beziehungsweise stabilisieren kann“, so Zietz. Die moderne Rehabilitation fordere jedoch das Erreichen der individuellen Rehaziele der Patienten und weiterer messbarer Qualitätskriterien.

Das gelte es auch im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten und vereinbarten ökonomischen Vorgaben zu schaffen. Zietz: „Ein nicht immer leichtes Unterfangen bei allgemein gestiegenen Erwartungen der zunehmend auch älteren Patienten.“ Überwiegend Menschen mit Krankheiten des Magen-Darm-Traktes werden betreut.

Längerfristig ist eine Zusammenlegung beider Reha- Kliniken auf dem Gelände in der Sebastian-Kneipp-Straße geplant. Hierzu soll ein Ersatzbau mit 115 Betten an die bisherige Klinik angebaut werden.

Spatenstich soll Ende 2018 sein.

Das Kur- und Badewesen in Mölln hat Tradition. 1867 wurde Mölln Garnisonsstadt und nach der Entdeckung der Hermannsquelle 1881 entwickelte sich die Stadt zu einem beliebten Kur- und Badeort. Ein provisorisches Komitee entwarf Pläne, Mölln zum „Climatischen Curort“ auszubauen. Das Wasser der Quelle wurde unter dem Namen „Perle von Mölln“ europaweit vertrieben. 1893 entstand dann das Möllner Kurhaus auf dem Gelände der jetzigen Klinik. Später wurde dort nach Aufkauf durch die Stadt Bremen die „ Bremische Landesheilstätte“ als Sanatorium für Lungenkranke eingerichtet, die 1930 auf über 200 Betten ausgebaut wurde. 1939 bis 1945 diente das Haus als Lazarett und war ab 1946 Landesheilanstalt der LVA. 1963 bis 1965 wurde es abgerissen und 1967 wiedereröffnet. 1978 wurde die Klinik renoviert. In der heutigen Föhrenkampklinik ist Platz für 188 Patienten.

 Florian Grombein

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