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Lauenburg Mölln: Bauboom für neuen Wohnraum
Lokales Lauenburg Mölln: Bauboom für neuen Wohnraum
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20:50 29.09.2017
Der Abriss des Karstadt-Sporthauses in Mölln aus der Luft gesehen: 2018 soll das Wohn- und Geschäftsgebäude fertig werden. Bauherr des neuen Gebäudes an der Ecke Hauptstraße/Seestraße ist Alexander Weischedel, Besitzer von „AL-Car Technology“ in Ratzeburg. Quelle: Fotos: Grombein, Marohn, Burmester (1)
Mölln

„Ich begrüße diese Entwicklungen sehr, da der neu entstehende Wohnraum aktuellen Energiestandards entspricht und zumindest barrierearm ist“, sagt Bürgermeister Jan Wiegels. Die Entwicklung des Robert-Koch-Parks sei ein Segen für Mölln. Gleiches gelte für den Abriss und Neubau des ehemaligen Sport-Karstadt-Gebäudes.

Bagger im Grambeker Weg, ein großer Bohrer in der Hauptstraße und unzählige Baumaschinen und Handwerker im Robert-Koch-Park. Mölln erlebt einen wahren Bauboom. Es geht voran in der Stadt: Davon werden Verwaltung, Geschäftsleute und auch Bürger profitieren.

Im Jahr 2017 laufen in Mölln so viele Baumaßnahmen wie lange nicht mehr. Den größten Anteil trägt wohl die Lauenburgische Treuhand Gesellschaft (LTG) um Geschäftsführer Klaus Schlie, die Gesellschafter Thomas Klahn, Martin Röhrs und Uwe Grothkopp. Allein im Robert-Koch-Park (RKP) investiert die Gesellschaft zehn Millionen Euro und schiebt insgesamt durch die Akquise von Mietern Investitionen von geschätzt bis zu 45 Millionen Euro an.

„Wir arbeiten unter Hochdruck. Im Inneren ist das Hauptgebäude zu 90 Prozent fertig“, erklärt Schlie. Am 7. Oktober soll der erste Bauabschnitt abgeschlossen sein. Auf dem 12 000 Quadratmeter großen Gelände der ehemaligen Bundeswehrverwaltungsschule entsteht gerade ein Stadtteil mit inklusivem und ökologischem Modellcharakter. Senioren, Menschen mit Behinderungen sowie etwa 200 in verschiedenen Firmen beschäftigte Angestellte sollen dort zusammen leben und arbeiten. Viel Raum füllt das Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow mit einer Digitaldruck- und Fahrradwerkstatt, einer Gärtnerei und einem zugehörigen Café aus.

Der Abriss des früheren Karstadt-Sporthauses Ecke Hauptstraße/Seestraße ist abgeschlossen. Auch den Kauf des lange verwaisten Grundstücks hatte die LTG angeschoben und den Weg für ein Wohn- und Geschäftsgebäude geebnet. Zuletzt hat Bauherr Alexander Weischedel Arbeiten für das Fundament durchführen lassen. Ein riesiger Bohrer war im Einsatz.

Eine weitere Baustelle gleich nebenan in der Hauptstraße ist das Gebäude des ehemaligen Eisenwarenhandels und späteren Möllner Grills, Ecke Marktstraße. Besitzer Jürgen Burmeister will 300 000 Euro in das Ensemble, das aus drei Häusern besteht, investieren. Klar ist bereits, dass es dort künftig weder eine Gastronomie noch ein Ladengeschäft geben wird.

Weiter im Süden der Stadt rollen ebenfalls Bagger und Laster. Am Grambeker Weg baut Edeka einen neuen, moderneren und größeren Markt. „Im Bereich der Discounter findet in Mölln sukzessive die gleiche Modernisierung statt wie in anderen Städten auch. Der Edeka-Markt im Grambeker Weg war dringend sanierungsbedürftig“ sagt Wiegels. Derzeit werden auf dem Gelände des ehemaligen Getränkemarktes die Fundamente für die späteren Außenanlagen des neuen Marktes vorbereitet.

In diesen Tagen beginnen auch Abriss und anschließender Umbau und Erweiterung des Möllner Berufsbildungszentrums (BBZ). Zunächst wird der E-Trakt abgerissen. Außerdem beginnt wohl noch 2017 der Neubau der Rettungswache Am Brook/Vorkamp.

In Kürze folgen weitere Bauprojekte in der Stadt. Die Arbeiten am Baugebiet vor der Hellbachtalklinik beim Gudower Weg beginnen im Frühjahr 2018. Laut Wiegels gilt als potenzielles Baugebiet außerdem das Gelände zwischen Immenstelle, Wolliner Weg, Großer Eschenhorst, Pommernweg und Ernst-Barlach-Straße. Wiegels: „Die Vorbereitung für Erschließung und Verkauf von Grundstücken laufen bereits.“ In der Breslauer Straße läuft die Vorbereitung für den Abriss von Gebäuden, in denen vormals eine Tischlerei untergebracht war. Auch dort sei eine spätere Wohnbebauung vorgesehen. Zudem fänden gegenwärtig an verschiedenen Stellen Nachverdichtungen statt, so Wiegels. So sind Mehrfamilienhäuser in der Heisterbrede, Massower Straße/Hammaburgstraße sowie Johann-Gutenberg-Straße/Gudower Weg entstanden.

Von Florian Grombein

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