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Lauenburg Mölln-Süd wird für Monate zum Nadelöhr
Lokales Lauenburg Mölln-Süd wird für Monate zum Nadelöhr
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12:29 08.03.2016
Langer Stau im Süden Möllns: Seit gestern wird die Kanalbrücke saniert und ist wie zuletzt im Herbst nur einspurig befahrbar. Quelle: Grombein
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Mölln

 Wie bereits im vergangenen Jahr auf der nördlichen Brückenhälfte werden jetzt auf dem südlichen Fahrstreifen stadteinwärts die Gehwege einschließlich der Geländer sowie die Asphaltbeläge der Fahrbahn erneuert. Der Verkehr wird einspurig über die Brücke geleitet.

Vor allem im Feierabendverkehr hat sich der Frust der Autofahrer hinter den Lenkrädern gestern entladen. Was die Möllner am meisten umtreibt: Die etwa 750 000 Euro teure Sanierung dauert mindestens noch bis zu den Sommerferien. Monatelang heißt es also viel Geduld mitbringen oder den langen Umweg über Mölln-Nord in Kauf nehmen.

„Wir Anwohner sind überhaupt nicht informiert worden. Jetzt zum Ostergeschäft führt der Stau zu Umsatzeinbußen“, sagt Anett Schröder ärgerlich. Die 52-Jährige betreibt ein Blumengeschäft direkt vor der Brücke. „Wenn man dort in der Schlange steht, ist das schon nervig“, sagt auch Lars Fischer. Der Möllner fährt zum Glück nicht mit dem Auto zur Arbeit. Doch von der letzten Baustelle weiß er schon, wie schwierig es ist in Mölln-Süd auf die Bundesstraße zu kommen. Verständnis zeigt Siegfried Willnat: „Die Bauarbeiten sind notwendig. Das muss man geduldig ertragen“, sagt der 70-Jährige.

Etwa eine Minute dauert die Grünphase der Pförtnerampel, eineinhalb Minuten die Rotphase. „Für die Ampel ist zunächst die gleiche Taktung wie im Herbst eingerichtet worden. Später kann noch einmal nachjustiert werden“, berichtet Jens Sommerburg, Leiter des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr (LBV) in Lübeck. Die beiden fest installierten Ampelanlagen am „Vorkamp“ und „Zu den Ziegelwiesen“ werden für die Dauer der Bauarbeiten abgeschaltet.

„Jetzt müssen zunächst Versorgungsleitungen aus dem Kappenbereich verlegt werden“, erklärt Sommerburg weiter. Hierzu wird zunächst die nördliche, bereits sanierte Seite gesperrt, um Leerrohre zu montieren. Bauarbeiter haben dazu bereits ein Gerüst aufgebaut, das auf dem nördlichen Fahrstreifen steht. Im Anschluss werden Strom-, Wasser- oder Telefonleitungen verlegt. Auftragnehmer ist die Firma BST aus Lübeck.

Auf der Brücke selbst wird es für Lastwagen und Treckergespanne ziemlich eng. In der Straßenmitte wurde eine Trennwand zur Baustelle aufgebaut. Zu Komplikationen beim Abbiegen könnte es an der Einmündung Alt-Möllner Straße kommen.

Jetzt im März steht zunächst die Verlegung der Versorgungsleitungen an, ab Anfang April beginnt die eigentliche Bauwerkssanierung. Dazu werden auch neue Fahrbahnübergangskonstruktionen eingebaut. Ergänzend werden der Überbaubeton instandgesetzt und die Brückenentwässerung (Abläufe und Leitungen) erneuert.

Florian Grombein

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