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Lauenburg Mölln bleibt bei Kürzung der Ferienbetreuung um die Hälfte
Lokales Lauenburg Mölln bleibt bei Kürzung der Ferienbetreuung um die Hälfte
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08:33 25.01.2017

„Wir müssen die Größenordnung beibehalten. Karl Schneider (SPD)

Stadtvertreter zur Ferienbetreuung

Eigentlich war die Entscheidung über die Kürzung bereits im Fachausschuss von der Mehrheit der Politiker abgesegnet worden. Doch in der Stadtvertretung im Dezember stellte die SPD den Antrag, erneut zu beraten. Von den Grünen und der SPD wurde der Beschluss am Montag im Sozialausschuss auch heftig kritisiert. Diese Fraktionen hatten es aber versäumt, einen neuen Antrag zu stellen. Eine erneute Entscheidung über den alten Beschluss lehnte die Ausschussvorsitzende Christiane Gehrmann (CDU) ab.

„Im Nachhinein haben wir gesagt: das geht nicht. Wir müssen die Größenordnung beibehalten und das Angebot attraktiver machen“, sagte Karl Schneider (SPD). Es gäbe schließlich 60 Ferientage im Jahr und Eltern hätten lediglich zwischen 20 und 30 Tage im Jahr Urlaub. „Mir haben sich die Haare gesträubt, als argumentiert wurde, dass viele Kinder mit Ermäßigung in die Betreuung kämen“, sagte Thomas Buhmann (Grüne). „Zudem erfüllt ein großer Teil der angemeldeten Kinder in Mölln einen Ermäßigungstatbestand, sodass die Maßnahme der Ferienbetreuung einen hohen Zuschussbedarf habe“, heißt es in der Niederschrift des Ausschusses aus dem November.

Auch Bürgermeister Jan Wiegels meldete sich aus dem Publikum zu Wort. Es gebe zu wenig Anmeldungen. Lediglich drei Kinder aus Mölln – die anderen aus Umlandgemeinden – hätten die Betreuung 2016 genutzt. Es habe sich nur ein Vater gemeldet, der die Kürzung kritisiert. Dieser habe Wiegels gleich mit einem Shitstorm auf Facebook und in der Presse gedroht. Letztere habe der Vater auch erreicht.

In die Öffentlichkeit gelangte das Thema, weil die SPD in der Stadtvertretersitzung im Dezember um erneute Beratung gebeten hatte. Bis zur Berichterstattung in den LN hatten die meisten Eltern noch nichts von den Plänen gewusst. Das zeigte sich in der kritischen Reaktion auf Facebook nach der Berichterstattung. Auch von Schulelternbeiräten gab es Kritik.

Stadtjugendpflegerin Karina Heitmann selbst nannte diverse Argumente, warum es richtig sei, die Ferienbetreuung zu verkürzen. Sie stehe in den ersten drei Wochen der Sommerferien wegen des Stadtspiels nicht zur Verfügung. Außerdem habe eine Erzieherin gekündigt. Auch gäbe es bisher nur vier Anmeldungen für die Betreuung in 2017. Heitmann: „Es wären eine Menge dicker Bretter zu bohren.“

„Wir brauchen nicht über aktuelle Anmeldezahlen zu reden. Es gibt doch seit Monaten Gerüchte um die Kürzung“, erklärte Buhmann die geringe Anmeldezahl.

Im Ausschuss bestand am Ende zumindest weitgehend Einigkeit darüber, dass es aufgrund der unklaren Lage bis heute eine Übergangslösung für die bisher angemeldeten und noch hinumkommenden Kinder für die Ferienbetreuung in 2017 geben müsse. SPD und Grüne beantragten zwischendurch, die Sitzung zu unterbrechen. Als sie von den Beratungen zurückkamen, baten sie jedoch nur darum, zu Protokoll zu geben, dass die Ausschussvorsitzende es nicht zulasse, dass erneut über den alten Beschluss abgestimmt werde. Gehrmann: „Nein. Wir werden nicht mehr über einen schon beschlossenen Antrag abstimmen.“

Der richtige Weg wäre ein neuer Antrag gewesen.

 Florian Grombein

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