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Mölln plant Ladestationen für E-Autos im ganzen Stadtgebiet

Gefördert vom BMVI Mölln plant Ladestationen für E-Autos im ganzen Stadtgebiet

Mölln ebnet den Weg für ein stadtweites Netz von Ladesäulen für E-Autos. Der Bauausschuss hat einstimmig entschieden, bis zu 16 Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Bei Realisierung wäre Mölln kreisweit Vorreiter in der Netzdichte. Förderung vom Bund steht in Aussicht.

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Künftig könnte es fast flächendeckend Ladeplätze für Elektrofahrzeuge in Mölln geben. Zwei gibt es bereits am Kurparkparkplatz. Die Eulenspiegelstadt hofft auf Fördermittel vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

Quelle: Fotos: Grombein

Gefördert vom BMVI. „Mölln steht für eine saubere Stadt in der Natur. Mehr Ladeparkplätze dienen dem Klimaschutz“, erklärte Estrella Piechulek, Klimaschutzmanagerin der Stadt Mölln. Pendler, die mit E-Fahrzeugen unterwegs seien, könnten dann in Mölln stoppen, wenn das Netz besser werde. Bislang gibt es in der Eulenspiegelstadt lediglich eine Ladesäule für zwei E-Autos auf dem Parkplatz am Kurpark. Wenn die Finanzierung geklärt ist, sollen zur Förderung des Klimaschutzes und der Elektromobilität „je zwei Parkplätze auf den (...) Parkeinrichtungen“ durch die Vereinigte Stadtwerke GmbH ertüchtigt werden, heißt es im Beschluss, über den der Bauausschuss positiv und einstimmig entschieden hat. 40 Prozent der Kosten für Ladesäulen und Erschließung sind laut Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) förderfähig.

LN-Bild

Mölln ebnet den Weg für ein stadtweites Netz von Ladesäulen für E-Autos. Der Bauausschuss hat einstimmig entschieden, bis zu 16 Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Bei Realisierung wäre Mölln kreisweit Vorreiter in der Netzdichte. Förderung vom Bund steht in Aussicht.

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Potenzielle Orte hat die Bauverwaltung vorgelegt. Es geht um Parkplätze am Parkhaus Zob, je zwei pro Ebene, sowie zwei an der Alt-Möllner Straße, am Mühlenplatz, am Bahnhof, am Waldsportplatz, Auf dem Schulberg und am Quellenhof, sofern dort die Hotelerweiterung umgesetzt wird. Bis zur Einrichtung wird es noch etwas dauern, prognostizierte Bauamtsleiter Manfred Kuhmann. Dieser Beschluss sei aber eine Grundsatzentscheidung. „Die Vereinigten Stadtwerke werden den Bau sicher nicht in wenigen Monaten umsetzen können“, sagte er. Doch es gelte zu handeln, da Fördergelder in Aussicht stehen.

Für einen flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur hat das BMVI den zweiten Förderaufruf zur Richtlinie „Aufbau einer Ladeinfrastruktur“ veröffentlicht. Die Errichtung von bis zu 12000 Normal- und 1000 Schnellladepunkten bundesweit soll gefördert werden. Ziel der Bundesregierung sind mindestens 15000 Ladesäulen bis 2020. Mölln muss sich beeilen: Denn insgesamt werden in Schleswig-Holstein nur 450 Normalladepunkte und 36 Schnellladepunkte gefördert. Ein Fördertopf von 100 Millionen Euro steht dafür bereit.

Die Stadtvertreter waren sich über den positiven Nutzen der neuen Ladestationen einig: „Je mehr Ladesäulen stehen, desto größer ist der Anreiz, ein Elektrofahrzeug anzuschaffen“, erklärte Regina Hälsig (Grüne). „Ich finde den Beschluss grundsätzlich gut“, sagte Swantje Meins (CDU). Gerade im Hinblick auf die Fördermittel. Sie setzte sich jedoch dafür ein, dass jeweils der zweite Parkplatz an einer Ladesäule zum „normalen Parken“ bestehen bleibe. Dieser Zusatzantrag wurde angenommen. „Wir sollten das ausbauen. Die Zahl der E-Fahrzeuge nimmt zu“, erklärte auch Uwe Diestel (FDP). Wie viele Plätze es letztlich werden, hängt von der Entscheidung des BMVI und von den städtischen Haushaltsberatungen ab.

Link zur Beschlussvorlage der Stadt Mölln: www.bit.ly/2yeQRN5

Förderung

werden Normalladepunkte mit einer Ladeleistung bis 22 Kilowatt, Schnellladepunkte mit mehr als 22 Kilowatt, sowie Anschluss an das Nieder- oder Mittelspannungsnetz. Der erste Förderaufruf endete im April 2017, mehr als 1300 Anträge wurden gestellt. Im September wurde der zweite Förderaufruf veröffentlicht. Bis zum 30. Oktober können erneut Förderanträge für E-Ladestationen gestellt werden. Antragsteller sollten sich beeilen. Anmeldeschluss ist der 31. Oktober 2017.

Weiter Infos www.bmvi.de

Florian Grombein

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