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Lauenburg Mölln soll zur lauenburgischen Weihnachtsstadt werden
Lokales Lauenburg Mölln soll zur lauenburgischen Weihnachtsstadt werden
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09:04 13.01.2016
Der Möllner Weihnachtsmarkt lockt an den Wochenenden stets viele Besucher auf den Markt vor dem Historischen Rathaus in Mölln. In diesem Jahr soll die Veranstaltung nun auf alle Wochenenden ausgeweitet werden. Die HLMS sieht großes Potential für den Tourismus. Quelle: LN-Archiv

Verwaiste Weihnachtsmarkt-Stände in der Woche und Besucher der „Christmas Lounge“, die vergeblich einen Weihnachtsmarkt suchen: Die Bilanz der Kurverwaltung zu den weihnachtlichen Veranstaltungen in der Adventszeit fällt eher gemischt aus. Das soll sich im kommenden Winter ändern. Die Kurverwaltung will beide Veranstaltungen kombinieren und auf alle Adventswochenenden beschränken. Dass könnte mehr als 20000 Besucher in die Möllner Altstadt locken. Mölln hätte damit neben Basthorst den einzigen Weihnachtsmarkt über die gesamte Adventszeit.

„Die Wochenenden sind immer sehr gut gelaufen. Daher wollen wir das neue Konzept jetzt drei Jahre lang testen“, sagt Möllns Kurdirektor Jochen Buchholz. Die ersten Rückmeldungen auf die Überlegungen von wichtigen Händlern seien sehr positiv. Die Weiterentwicklung des Weihnachtsmarktes sei für die Stadt eine wichtige Sache. So gebe es immer mehr Busreiseveranstalter, die ein „richtiges Weihnachtsmarkt-Hopping“ anböten. Teilweise würden auf den mehrtägigen Touren inzwischen auch zwei oder mehr Märkte pro Tag angefahren. „Da wären wir mit Mölln dann sicher auch ein attraktives Ziel“, sagt Buchholz.

Ähnlich sieht es Günter Schmidt, Geschäftsführer der kreiseigenen Tourismusgesellschaft HLMS. „Das ist ein spannender Ansatz“, sagt Schmidt. Wenn man Lübeck als selbsternannte Weihnachtsstadt sehe, sei der Kreis so etwas wie die Weihnachtsregion im Norden. Wie er mitbekommen habe sei der Möllner Weihnachtsmarkt mit seinem historischen Ambiente von den Besuchern und in den sozialen Medien sehr gelobt worden. „Mit einem ordentlichen Marketing, was wir können, wäre so ein Markt über vier Wochenenden dann auch sehr gut touristisch zu vermarkten. Davon würde zunächst einmal der Tagestourismus profitieren. „Später könnten dann auch Übernachtungen hinzukommen“, sagt Schmidt. Wichtig sei in der Weiterentwicklung dann, dass auch der Einzelhandel in der Innenstadt mitziehe und so die Verweildauer verlängert werde. Davon würden dann alle profitieren. Für Kurdirektor Buchholz wäre die Ausdehnung ein logischer Schritt in der Weiterentwicklung der touristischen Angebote der Stadt.

„Als ich hier angefangen habe, habe ich einen Weihnachtsmarkt, der an einem Wochenende stattfindet, geerbt“, sagt Buchholz. Zum dritten mal in Folge habe man nun an elf aufeinanderfolgenden Tagen über den ersten und zweiten Advent zu einem kleinen Markt mit Getränkeständen, Engeln und Kinderkarussell eingeladen.

„Das erdachte Konzept ist dabei nur teilweise aufgegangen“, zieht Buchholz nun Bilanz. So seien die Tage von Montag bis Donnerstag für die Händler nicht wirtschaftlich. Um auch die beiden verbleibenden Adventswochenenden zu beleben, habe die Kurverwaltung erstmals eine „Christmas Lounge“ mit einem Getränke- und einem Essensstand organisiert. Das Problem: Die Resonanz sei zwar gut gewesen, viele Besucher hätten allerdings den Weihnachtsmarkt gesucht.

Das neue Konzept sieht statt des elftägigen Marktes und der zweimal jeweils dreitägigen „Christmas Lounge“ vier jeweils dreitägige Wochenendveranstaltungen vor.

Kurdirektor Buchhholz erwartet, dass durch die höhere Zahl von Standplätzen und Wechselhütten, die nur für einzelne Wochenenden vergeben werden, sich auch die Einnahmesituation der Kurverwaltung verbessert. Außerdem könnten mehr Hütten mit kunsthandwerklichen Waren bestückt werden. Die Kosten würden durch die Zusammenlegung der beiden Veranstaltungen nicht steigen, verspricht Kurdirektor Buchholz.

Im Detail soll das Konzept am kommenden Dienstag, 19. Januar, im Tourismusausschuss vorgestellt werden (19 Uhr, Stadthaus).

Weihnachtsmärkte im Kreis
Basthorst hat den bekanntesten Weihnachtsmarkt im Kreis. Über Jahrzehnte gewachsen läuft das weihnachtliche Treiben über alle vier Adventswochenenden. Der Markt auf Schloss Wotersen über zwei Wochenenden fand in diesem Jahr erstmals nicht mehr statt.
Ratzeburg lädt am ersten Dezemberwochenende traditionell zum zweitägigen Inseladvent.
Lauenburg hat in diesem Jahr an einem Wochenende rund um das Schloss zum bunten Treiben eingeladen.

Holger Marohn

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