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Lauenburg Mölln wollte schon selbst bauen
Lokales Lauenburg Mölln wollte schon selbst bauen
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20:15 13.10.2017

Sollten die Kommunen entlang der geplanten Ratzeburger Umgehungsstraße die Planung in die eigenen Hände nehmen, kämen auf die Gemeinden erhebliche Kosten zu. Während die baubegleitenden Kosten für die 10,6 Kilometer lange und auf 25,3 Millionen Euro geschätzte Strecke erfahrungsgemäß bei mehr als 4,5 Millionen Euro liegen, erstattet der Bund gerade einmal knapp 760000 Euro – eben wie seit Jahrzehnten üblich drei Prozent der Baukosten.

Die tatsächlichen Kosten für die Planungsleistungen von der Grundlagenermittlung über die Vor-, Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung bis zur Vergabe und Bauoberleitung sowie der Überwachung der Beseitigung von Gewährleistungsmängel des späteren Baus liegen längst bei etwa 18 Prozent der Bausumme.

Bei den mit Preisstand 2014 im Verkehrswegeplan veranschlagten Baukosten von 25,3 Millionen Euro wären das mehr als 4,5 Millionen Euro. 17 Prozent davon wiederum entfallen auf die Grundlagenermittlung und die Vorplanung.

In Mölln gibt man sich etwas zurückhaltender als in Ratzeburg. „Wir würden es begrüßen, wenn es nun mit der Planung schnell weitergeht“, sagt CDU-Fraktionschef Horst Kühl. Dafür sei die Stadt auch bereit, „bestimmte Sachen selbst zu übernehmen, wenn das Geld dafür da ist“.

Im Detail habe man über die Ratzeburger Initiative aber überhaupt noch nicht gesprochen. Ganz neu sei die Idee laut Kühl aber nicht. „Für uns als Stadt Mölln ist vor allem die Verbindung von der Schmilauer Straße zur B 207 wichtig. Das sind etwa 800 Meter komplett auf Möllner Gebiet“, sagt Kühl Vor zwölf Jahren habe er daher schon einmal vorgeschlagen, diese 800 Meter sogar auch auf eigene Kosten zu bauen.

hm

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