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Lauenburg Möllner Band bei Contest „Plattbeats“
Lokales Lauenburg Möllner Band bei Contest „Plattbeats“
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21:27 14.03.2018
About Blank: Can Carstens (v. r., Bass, Vocals), Lennard Schröder (Drums) und Florian Klein (Gitarre). Quelle: Fotos: Hfr/wr
Mölln

„Wir wollten uns mal an einem plattdeutschen Song versuchen“, sagt Lennard Schröder, Drummer der Möllner Combo. Alle Bandmitglieder hatten zwar über die Familien irgendeinen Bezug zur Sprache, leider sprach sie jedoch keiner der drei Musiker. Doch die Punkrocker bekamen Unterstützung: „Ich habe den Text für sie aus der englischen Originalfassung ins Plattdeutsche übersetzt und die Band spielt ihn jetzt ein“, erklärt Thorsten Börnsen, Leiter des Zentrums für Niederdeutsch in Holstein. Er organisiert den Wettbewerb. Am 21. April ist es dann endlich soweit. Nach einer Vorauswahl findet das Finale im Hamburger Club Logo statt. Eine Jury vergibt die drei ersten Plätze. Diese sind mit Instrumentengutscheinen im Wert von 750, 500 und 250 Euro dotiert.

Das Zentrum für Niederdeutsch in Kiel sowie die Stadt Hamburg veranstalten wieder den plattdeutschen Songcontest „Plattbeats“. Beworben hat sich auch die Möllner Band About Blank. Das Trio will sich beim Finale am 21. April mit Bands aus ganz Norddeutschland messen.

Noch bis heute Abend können sich Amateurbands mit ihren Beiträgen von Hip Hop bis Heavy Metal für den Contest bewerben. Er richtet sich an Musiker im Alter zwischen 15 und 30 Jahren. Auch Amateurmusiker, die im Plattdeutschen nicht sicher sind, sind dabei. Denn bewerben kann man sich durchaus mit Songs auf Deutsch oder Englisch. Hilfestellung mit dem plattdeutschen Text leisten dann das Plattbeats-Team und Sprach-Profis aus der Region.

About Blank würde sich freuen, am Plattbeats-Finale am 21. April im Logo teilzunehmen. „Wir haben dort zwar schon einmal bei einem Bandwettbewerb gespielt. Aber es ist immer wieder eine Freude in Hamburg aufzutreten“, sagt Schröder.

Auch die Jury steht jetzt fest: Mit dabei sind Thomas Christiansen (Club und Veranstaltungszentrum Volksbad, Flensburg), Kristina Trey (Dramaturgie, Ohnsorg-Theater, Hamburg), Bert Kamping (niederdeutscher Singer-Songwriter, Drente, Niederlande) und Norma Schulz (Singer-Songwriterin, Hamburg).

„Längst haben Bands wie Fettes Brot mit ihrem Hit ,Nordisch by Nature’ oder die Plattrapper De Fofftig Penns bewiesen, dass moderne Musik und die Regionalsprache Niederdeutsch kein Gegensatzpaar sind“, sagt Börnsen. Im Gegenteil: Dass Plattdeutsch einen besonderen eigenen Flow habe, stellten Musiker häufig fest, die sich intensiver mit der Sprache beschäftigten, sagt Organisator Börnsen.

„Wir wollen dem Plattdeutschen auf diese Weise einen neuen Raum schaffen in der Jugendkultur“, sagt Börnsen, der zuvor schon einen niederdeutschen Bandcontest in Niedersachsen mit ins Leben gerufen und fünf Jahre lang organisiert hat. Zugleich soll mit der Homepage www.plattbeats.de ein leistungsstarkes Portal aufgebaut werden, auf dem sich einerseits junge niederdeutsche Musik präsentieren kann und andererseits Internet-Usern die Möglichkeit geboten werden soll, die von ihnen bevorzugte Musikrichtung auch auf Plattdeutsch hören zu können.

Auch hinsichtlich der länderübergreifenden Zusammenarbeit ist Plattbeats etwas Besonderes. Dem schleswig-holsteinischen Niederdeutschzentrum steht in Hamburg mit dem Ohnsorg-Theater die wohl renommierteste niederdeutsche Institution der Hansestadt als Kooperationspartner gegenüber. Das Projekt wird auf hamburgischer Seite gefördert durch die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, auf Seiten Schleswig-Holsteins durch das Zentrum für Niederdeutsch in Holstein.

Mehr Infos online unter

www.plattbeats.de

Von Florian Grombein

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