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Lauenburg Möllner Eulenspiegel-Festspiele steigern Besucherzahl
Lokales Lauenburg Möllner Eulenspiegel-Festspiele steigern Besucherzahl
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22:42 28.08.2018
Was bleibt nach dem Einpacken in Erinnerung von den Eulenspiegel-Festspielen: Ausverkaufte Vorstellungen, gute Kritiken und bis auf wenige Ausnahmen trockenes Wetter. Quelle: Foto: Lennard Schröder
Mölln

„Es war ein großer Erfolg. Die Auslastung ist für eine Freiluftproduktion fantastisch“, sagt Autor und Regisseur Martin Maier-Bode. Er ist gestern für eine Manöverkritik aus Düsseldorf angereist. Mit seiner Regieassistentin Petra Haritz und Veranstalter Jochen Buchholz wollte er erörtern, was besonders gut oder besonders schlecht verlaufen ist. „Ehrlich gesagt fällt mir wenig ein, was verbessert werden könnte“, so Maier-Bode. Das von ihm eigens für die Festspiele geschrieben Stück „Im Rausch der Zeit“ habe so gut funktioniert, wie er es sich vorher nie erhofft habe.

Die Möllner Eulenspiegelfestspiele sind vorbei. 90 Prozent der Karten sind verkauft worden – eine Steigerung von 15 Prozent im Vergleich zu 2015. Abseits guter Zahlen sind Regie und Stadtmarketing aber vor allem glücklich über das Zusammenwirken im Team: Nach der letzten Show flossen Tränen.

4585 Plätze hat die Kurverwaltung während der zehn Aufführungen mit je einem Besucher besetzen können. Einige der Gäste sahen das Stück sogar zweimal. Am 17. und 18. August waren die Vorstellungen sogar restlos ausverkauft. „Wir habe es extrem stark gespürt, dass wir mit den Festspielen in diesem Jahr auch von außen positiv wahrgenommen wurden“, sagt Jochen Buchholz, Leiter des Tourismus- und Stadtmarketings Mölln. Es seien viele Pauschalreisen gezielt zum Besuch der Festspiele gebucht worden. Im Kartenverkauf seien alle Erwartungen übertroffen worden. „Wir haben den Festspielen 2015 eine Frischzellenkur verpasst“, so Buchholz.

Fairer Weise muss erwähnt werden, dass für die Festspiele 2012 eine Tribüne mit 762 Plätzen aufgebaut worden war. Im Jahr 2015 wurde die Anzahl auf 577 Plätze reduziert, 2018 nun auf 505 Sitzplätze.

Dennoch ist die Steigerung der Besucherzahl von 2015 auf 2018 deutlich. Und mit der Reduzierung der Plätze spart die Stadt Geld, weil der Aufbau der Tribüne schneller zu realisieren ist. 2012 sei die Tribüne im Hinblick auf die Ticketverkäufe „überdimensioniert“ gewesen. Für das Ensemble sei es angenehmer, vor vollem Haus zu spielen, als auf leere Ränge zu schauen. Außerdem sei es, im Bezug auf die Topografie des Platzes, nicht nötig, den gesamten Platz abzusperren, was Gastronomie und Anwohner begrüßen.

„Ich bin erschöpft und glücklich“, sagte Buchholz jetzt, während er schon wieder mit den Vorbereitungen der Festspiele 2021 beschäftigt ist. Die Party nach der Dernière sei sehr emotional gewesen.

„Der Abschied von einem Projekt ist mir wirklich noch nie so schwer gefallen“, sagt auch Sascha Mey, Co-Regisseur des Stückes. Es seien viele Tränen geflossen. Er sei nach wie vor stolz auf das gemischte Ensemble, das von Anfang an gut war und im Laufe der Spielzeit sogar stetig gewachsen sei. Mey: Ich könnte mir vorstellen, noch einmal in Mölln zu arbeiten.“

Von Florian Grombein

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