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Möllner Max König: Vom Kleinstadtjungen zum Serienstar

Mölln Möllner Max König: Vom Kleinstadtjungen zum Serienstar

Als Clemens Manthey in der ARD-Serie "In aller Freundschaft" kam der Durchbruch. König spielte schon auf vielen Bühnen, doch ein Traum blieb bisher unerfüllt.

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Als „Clemens Manthey“ in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ wurde Max König 2014 und 2015 in ganz Deutschland bekannt.

Quelle: Anke Dankers

Mölln. Es ist beschaulich am Schmalsee in Mölln. Hier und da kommen und gehen und ein paar Radfahrer, plaudernde Fußgänger, quakende Enten. Max König (28) sitzt am Seeufer und lässt seinen Blick schweifen. Vor neun Jahren war Mölln noch seine Heimat. Hier ist er aufgewachsen, zur Schule gegangen.

LN-Bild

Als Clemens Manthey in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ kam der Durchbruch – König spielte schon auf vielen Bühnen, doch ein Traum blieb bisher unerfüllt.

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Inzwischen ist der Besuch zu Hause wie Urlaub von seinem turbulenten Alltag. Max König ist Schauspieler, Jungunternehmer und Filmproduzent. Es sei sein Kindheitstraum gewesen, Schauspieler zu werden, sagt er. Videokassetten aus den 90er Jahren von ihm als Winnetou oder Double der Backstreet Boys, seien noch heute Beweis dafür.

Nach dem Abitur am Marion-Dönhoff-Gymnasium, zog er nach Hamburg. „Mit 19 war ich bei einem Werbecasting für ein Knäckebrot. Den Job habe ich nicht bekommen, aber ich wurde von einer Schauspielagentin entdeckt und unter Vertrag genommen“. Dann habe alles seinen Lauf genommen.

Er studierte Medienökonomie, nahm Schauspielunterricht, gründete mit Studienkollegen eine Produktionsfirma, begann in Hamburg Theater zu spielen. „Als ich komplett aus Mölln weg war, dachte ich darüber nach, was in den letzten Jahren passiert war. Wie ich war, was die Leute von mir dachten. Ich hatte nichts Anderes gemacht, als Rollen zu spielen“, sagt er. Er habe gerne Gerüchte um sich gehabt, den Menschen verschiedene Bilder von sich präsentiert.

Das Handy klingelt. Ein kurzer Blick auf das Display, ein gemurmeltes „das geht jetzt nicht“. Hier ein Anruf, dort ein Interview – sein Terminplan ist voll. Die Familie und Freunde seien es, die ihm immer wieder Kraft gäben, sagt er, und einen Ort der Ruhe – wenn auch nur zeitweilig. In ein paar Stunden fährt er zurück nach Hamburg, zurück in den Alltagsstress.

Ein bisschen Stress gehörte von Anfang an dazu: Viele Castings, die ersten Aufträge, Werbekampagnen und Kurzfilme – so begann Königs Einstieg in die Schauspielerei. Zwischendurch lebte er in Amerika, arbeitet auf einer Farm und lernte dort den Umgang mit Pferden. „Ich wollte unbedingt Reiten lernen, weil es immer schon mein Traum war, bei den Karl-May-Festspielen mitzuspielen“, sagt er.

Ein Traum, der wenig später wahr werden sollte. 2014 als „Kleiner Bär“ und ein Jahr später als „Old Shatterhand“ durfte er in Österreich Teil der Karl-May-Festspiele werden.

Dann kam die Rolle, die ihn auch in Deutschland bekannt machte. Als Clemens Manthey spielte er 2015 an der Seite von Alexa Maria Surholt in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ mit. Wenn Max König sich heute erinnert, ist da vor allem dieser eine Moment, der ihm im Gedächtnis blieb: Gemeinsam vor der Kamera mit Gojko Mitic, dem langjährigen Winnetou-Darsteller aus Bad Segeberg. „Es hätte Brad Pitt neben mir stehen können, das wäre mir egal gewesen. Aber Mitic, der Indianerhäuptling, da bin ich förmlich auf die Knie gefallen“, schwärmt Max König.

Es seien diese Momente, die seinen Job zu einem Traumberuf machten, findet er. Die Schattenseiten: „Wenn man jung ist und in diese Welt kommt, verliert man sich schnell darin.“ Auch er habe lernen müssen, Erfolg neu zu definieren. „Es ist egal, ob man berühmt ist oder nicht. Wenn man arbeitet und Spaß daran hat, ist man absolut erfolgreich in seinem Beruf“, sagt Max König heute.

Gerade hat er seine erste Hauptrolle in dem Kinofilm „Erwartungen“ spielen dürfen und eröffnete unter dem Namen „Bühnenmaterial“ eine Vorausbildungsstätte für junge Menschen, die Schauspiel, Tanz und Gesang lernen möchten. Auch eine Produktionsfirma und eine Marketingagentur hat der 28-Jährige kürzlich gegründet. Er ist zufrieden. Und doch, dieser eine Traum ist noch unerfüllt: einmal bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg mitzumachen.

Zur Person

Aufgewachsen ist Max König in Mölln, wo er 2008 am Marion-Dönhoff-Gymnasium Abitur machte. Nach seinem Zivildienst zog er nach Hamburg, nahm an Werbecastings teil und wurde von einer Schauspiel-Agentin entdeckt und unter Vertrag genommen. 2009 spielte er seine erste Filmrolle im Kurzspielfilm „Postwendend“. Zahlreiche Kurzfilme und Theaterstücke folgten. So auch 2013, als Max König den Till Eulenspiegel, im gleichnamigen Musical, bei den Deutschen Kammerschauspielen in Endingen gab. 2014 und 2015 erfüllte sich Max König einen Traum als Protagonist bei den Karl-May-Festspielen in Winzendorf, Österreich.

Doch nicht nur das Wirken vor der Kamera interessierte den Möllner, mit seinem Studium im Fach „Medienökonomie“ lernte er den deutschen Medienmarkt kennen und arbeitete zusätzlich als Film- und Werbeproduzent.

Als „Clemens Manthey“ in der ARD- Serie „In aller Freundschaft“ wurde Max König 2014 und 2015 in ganz Deutschland bekannt. Zuletzt absolvierte der 28-Jährige mit einer Hauptrolle im Film „Erwartungen“ sein Spielfilmdebüt. 2015 gründete er das Künstlerkollektiv „Bühnenmaterial“. Anke Dankers

 Anke Dankers

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