Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Möllner Radfahrer fordern mehr Sicherheit — und Kreisverkehre
Lokales Lauenburg Möllner Radfahrer fordern mehr Sicherheit — und Kreisverkehre
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:15 03.09.2013
Von links: Der Möllner Dieter Widmaier, Mechthild Rosker (ADFC), Regina Hälsig (Grüne, ADFC-Mitglied), Michael Jaekel (ADFC), die Möllnerin Wiebke Widmaier, Udo Betz (FMW), Reinmund Waldorf (Grüne), Bürgermeister Jan Wiegels und Jürgen Hentschke (ADFC) machten sich im Ortszentrum auf zur 1. Möllner Radverkehrsschau. Quelle: Foto: Alessandra Röder

„Es ist zurzeit leider nicht möglich, sicher und komfortabel im Bereich der Innenstadt zu fahren, weil Radfahrende vergessen wurden. Was wir brauchen, ist die Perspektive der Radfahrenden.“ Mit diesem Fazit aus seiner ersten Möllner Radverkehrsschau will der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) neue Anstöße geben, um die Eulenspiegelstadt für Radler attraktiver zu machen. Dazu könnte auch der Bau von Kreisverkehren beitragen.

Bürgermeister Jan Wiegels war als passionierter Radler ebenfalls dabei, als sich eine Gruppe von Fahrradfahrern mit dem ADFC aufmachte, um mit einer ersten Tour den praktischen Problemen für die Zweiradfahrer in Mölln auf die Spur zu kommen. Die zweite und letzte Radverkehrsschau in diesem Jahr soll am Dienstag, 17. September, um 17.30 Uhr am Eiscafé Paradiso in der Hauptstraße am ZOB starten. Von dort will sich die Gruppe in Richtung Waldstadt aufmachen. Wer bei der Erkundung der Verkehrslage dabei sein möchte, ist beim Mitradeln willkommen.

Was den Teilnehmern der ersten Rundtour auffiel, hat Michael Jaekel vom ADFC Mölln zusammengefasst: „Im Bereich der Innenstadt hieß es an vielen Stellen ,Bitte absteigen‘, weil Radfahren nicht vorgesehen war. So zum Beispiel entlang der Hauptstraße aus dem Parksack heraus: Richtung Innenstadt, am Bauhof, müssen Radfahrende zu Fußgängern werden, weil sie bei der Ampelkreuzung vergessen worden sind. Und das ist noch nicht einmal deutlich gekennzeichnet, so dass gerade Touristen versuchen, auf die Kreuzung zu fahren. Das führt manchmal zu gefährlichen Situationen.“ Die Kreuzung am Bauhof bietet sich nach Einschätzung der Fahrradexperten ebenso für einen Kreisverkehr an wie die nicht weit entfernte und unkonventionell angelegte Einmündung des Gudower Weges und des Kurgartens in den Wasserkrüger Weg. Ein Kreisverkehr in Form eines „Minikreisels“ komme für die Stelle in Frage, an der die Hauptstraße in der Nähe der Bahnlinie zum ZOB abknickt.

Absteigen mussten die Radler auf ihrer Erkundungstour auch einige Male, als sie versuchten, die Innenstadt auf autofreien Strecken zu umkurven. So sei der Weg am Rande des Kurparks für Radfahrer frei gegeben, was jedoch aufgrund der unzureichenden Beschilderung nicht deutlich werde. Ein besonderer Wunsch der Teilnehmer der Radverkehrsschau war es laut Jaekels Bericht, die Fahrt durch den Kurpark bis zur Straße Auf den Dämmen zu ermöglichen. Der Kurpark bleibe weiterhin den Fußgängern vorbehalten, denn es gehe lediglich um ein kleines fehlendes Verbindungsstück vom Radweg am Rande des Kurparks zu dessen Nordausgang.

Als ein besonderes Ärgernis stuft der ADFC die Situation für Radler Auf den Dämmen ein. Die Strecke entlang des Mühlengrabens ist bei Radfahrern ausgesprochen beliebt, obwohl die Zweiräder dort laut der vorhandenen Beschilderung gar nicht fahren dürfen. Mit diesem Problem beschäftigte sich auch der städtische Bauausschuss bei seiner jüngsten Sitzung. Dort wurde außerdem moniert, dass das Ende des Radweges die Ratzeburger Straße hinunter am Wassertor nicht ausgeschildert ist.

Der ADFC kündigte an, seine Vorschläge und Erkenntnisse in die städtische Gremien von Mölln einzubringen. Detaillierte Vorschläge sollen den Stadtvertretern und der Stadtverwaltung übergeben werden.

„Was wir brauchen, ist die Perspektive der Radfahrenden.“


Michael Jaekel,

ADFC Mölln

Martin Stein

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Dritte Untersuchung nach 1993 und 2009. Ergebnis wird für Ende September erwartet.

03.09.2013

„Leben auf dem Lande“ von diesem Freitag bis zum Sonntag auf Gut Basthorst.

03.09.2013

Geplante WC-Anlage am Markt sorgt weiter für Diskussionen in der Kreisstadt und darüber hinaus.

03.09.2013
Anzeige