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Lauenburg Möllner Schützen servierten Weihnachtsmenü
Lokales Lauenburg Möllner Schützen servierten Weihnachtsmenü
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21:19 22.12.2015

/Gudow. Zum zweiten Mal hat die Möllner Schützengilde von 1387 die Kunden der Möllner Tafel zum Weihnachtsessen eingeladen. Über einhundert Tafelkunden ließen es sich am Sonntag an festlich gedeckten Tischen im Schützenhof schmecken. Auch der Patron der Möllner Schützengilde, Bürgermeister Jan Wiegels, schaute vorbei.

„Im vergangenen Jahr haben wir es zum ersten Mal gemacht und die Menschen fanden das toll. Da war es nur eine logische Konsequenz, diese Menschen auch in diesem Jahr wieder einzuladen“, sagte Schützenoberst Heiko Beuge. Ohnehin stehe ja in den Statuten der Gilde, dass man karitativ tätig sein wolle. „Wir werden das auch im kommenden Jahr wieder machen. Allein die leuchtenden Augen der Menschen zu sehen, bestätigt uns darin, das Richtige zu tun“, erklärte Beuge im Gespräch mit den LN, ehe er den Gästen einen „guten Appetit“ und dann „ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest“

wünschte.

Bereits im Vorwege meldeten die Mitarbeiter der Tafel eine deutlich größere Teilnehmerzahl als beim ersten von den Möllner Schützen organisierten Essen im Jahr zuvor. Organisiert wurde das Essen in diesem Jahr vom Damenkorps der Schützengilde.

Zubereitet wurde es im Landhaus Hartz in Gudow, denn die Wirtsleute Silke und Michael Hartz sind auch die Vereinswirte des Möllner Schützenhofes. Und die freuten sich über die Hilfe von zwanzig Schützenbrüdern und Schützenschwestern, die pünktlich um 12 Uhr am vierten Advent den Gästen das Essen servierten.

Nicht nur nach dem Essen, auch schon zwischendurch lobten die Gäste nicht nur das Essen, sondern auch die ganze Aktion. Viele von ihnen waren auch schon im vergangenen Jahr dabei und damals schwer begeistert. Erstmals aber waren auch einige Flüchtlingsfamilien dabei. So zum Beispiel Moayad Shaker aus dem Irak mit seiner Ehefrau und seinen sechs Kindern.

Die Familie ist gerade einmal seit zweieinhalb Monaten in Deutschland, lebt seit sechs Wochen in Mölln. Ein wenig skeptisch fragte er noch einmal, ob es denn auch kein Schweinefleisch sei, was ihm da serviert werde. Doch da wurde er schnell beruhigt. Auf die Teller kam ausschließlich zartes Rindfleisch.

Er sei hier in Mölln gut aufgenommen worden und fast alles sei in Ordnung. Doch ein kleines Problem hatte er doch. Seine Kinder müssen täglich in die Schule gehen und er hätte gern ein Fahrrad für seine Kinder. Nicht nur, um zur Schule zu fahren, sondern auch um gemeinsam mit dem Vater, der als einziges Familienmitglied ein Fahrrad habe, Mölln und seine Umgebung näher kennen zu lernen. Sollte jemand das ein oder andere Kinderfahrrad nicht mehr benötigen, so kann er sich mit der LN-Redaktion in Mölln unter Telefon 04542/851712 in Verbindung setzen.

Wer wollte, konnte nach dem Essen auch noch eine Tasse Kaffee trinken und ein wenig klönen. Die Möllner Schützengilde dankt insbesondere den Sponsoren, ohne deren großzügige Unterstützung die Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre.

jeb

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