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Lauenburg Möllner Schützen spendierten Kunden der Tafel Festtagsessen
Lokales Lauenburg Möllner Schützen spendierten Kunden der Tafel Festtagsessen
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20:41 18.12.2017
Die Kunden der Möllner Tafel freuten sich schon auf das Essen und hatten viel Spaß an diesem Tag bei der Möllner Schützengilde. Quelle: Foto: Burmester
Mölln

Weihnachtlich dekorierte Tische, flackernde Kerzen und der Duft von Tannenzweigen warteten am Sonntag auf die Kunden der Möllner Tafel, die zum Essen in den Möllner Schützenhof kamen. „Wir freuen uns natürlich sehr, dass die Möllner Schützen unsere Kunden Jahr für Jahr zu diesem Essen einladen. Das ist nicht nur eine tolle Sache sondern auch eine große Geste. Für unsere Kunden ist das etwas Besonderes, nichts Alltägliches“, so Kathrin Schlie, die schon seit vielen Jahren die Möllner Tafel leitet.

Gilde dankt Spendern

Der Dank der Möllner Schützengilde geht an die Spender Landhaus Hartz in Gudow, Chefs Culinar in Lübeck, Famila Mölln, Cafestübchen Mölln, Ludwigsluster Fleisch- und Wurstwarenfabrik, Rickert und Kaack aus Lehmrade für die Getränke und alle Helfer der Gilde. jeb

Wenn man sich einmal umschaue, werde man sehr schnell feststellen, dass es eine gemischte Gruppe sei. Hier sei der Integrationsgedanke deutlich spürbar. Es gebe ja wie in jedem Jahr Gulasch vom Rind.

Das zeige, dass sich die Möllner Schützen schon Gedanken gemacht hätten, denn die Tafelkunden kämen ja auch aus anderen Kulturkreisen und es gebe sehr viele unter ihnen, die so etwas noch nie gegessen hätten. „Ich finde es sehr schön, dass aber eigentlich jeder von ihnen das auch isst. Und auch das ist ein schöner Baustein der Integration“, so Schlie weiter. Es gab Rindergulasch mit Rotkohl und Salzkartoffeln, danach Kaffee und Butterkuchen.

Viele Gäste erfordern viel Personal, und das ist gerade an einem Adventssonntag schwer zu bekommen, sollte man meinen. Aber bei den Möllner Schützen ist das anders. „Wir hatten einmal eine Anfrage gestartet und es haben sich so viele freiwillige Helfer aus unseren Reihen gemeldet, da mussten wir schon bremsen“, sagte Heiko Beuge, Schützenoberst der Gilde. Die Möllner Schützengilde bestehe eben nicht nur aus Schützenfest und Feiern. „Die Geschichte unserer Schützengilde geht ja bis weit in das Mittelalter zurück und die Gilde hatte ursprünglich die Aufgabe, innere und äußere Gefahren von den Bürgern abzuwenden. Später kamen auch noch humanitäre und kommunale Aufgaben hinzu. Daraus leiten wir schon seit vielen Jahren unsere karitative Arbeit ab, die wir immer wieder in unserer Heimatstadt leisten“, so Beuge.

Es gebe immer wieder Projekte, derer man sich annehme und wo man helfen könne. Diese Hilfe aber leiste man ausschließlich innerhalb Möllns und nicht im Umland. So habe die Gilde in diesem Jahr auch einer Familie helfen können, die von Peter Schmid vom Verein schwerstkranker Menschen betreut wird. „Verwaltungskosten für unsere Aktionen entstehen nicht. Unsere Spenden landen immer zu 100 Prozent dort, wo sie nötig sind“, so der Schützenoberst.

Natürlich sei es klar, dass die Möllner Schützengilde auch in den kommenden Jahren immer wieder Gastgeber der Möllner Tafelkunden sein werde, ergänzt Beuge. Und sie werde auch weiterhin dort helfen, wo die Not groß ist. Im Übrigen hat die Gilde auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel, die das ganze Jahr über unermüdlich für die Kunden im Einsatz sind, zu diesem Essen eingeladen. „Wir möchten einfach, dass die, die immer ackern und schuften und in ihrem Ehrenamt aufgehen, sich einmal bedienen lassen und den Advent genießen können“, so Beuge.

Jens Burmester

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