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Lauenburg Möllner Sporthalle nun behindertengerecht
Lokales Lauenburg Möllner Sporthalle nun behindertengerecht
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10:51 26.10.2018
Der Behindertenbeauftragte Thorsten Blasey kommt nun mit dem Rollstuhl durch die neuen, breiten Türen.  Quelle: Grombein
Mölln

Die Stadt Mölln hat die Sanitärbereiche der Dreifeld-Sporthalle auf dem Schulberg grundlegend saniert und umgestaltet, teilten Möllns Bürgermeister Jan Wiegels und Inka Spiller vom Fachbereich Immobilien-Management nun bei einer Besichtigung vor Ort mit.

„Ich freue mich darüber, dass wir Fördermittel generieren konnten“, sagte Jan Wiegels. Die Investition sei durch den großen Eigenanteil der Stadt jedoch dennoch hoch gewesen. Der erste von insgesamt drei Sanitärbereichen ist über das genannte Landesförderprogramm mit der Höchstsumme von 80 000 Euro bezuschusst worden, die übrigen beiden Sanitärbereiche hat die Stadt ausschließlich mit eigenen Mitteln saniert. Für die Gesamtmaßnahme sind in den Jahren 2017 und 2018 420 000 Euro bereitgestellt worden.

Bürgermeister Jan Wiegels und der Behindertenbeauftragte Thorsten Blasey haben die neuen Sanitärräume auf dem Schulberg besichtigt.

Erstmals Förderprogramm für Sanitärbereiche

Im letzten Jahr hat das Land Schleswig-Holstein erstmals ein Förderprogramm für die Sanierung von Sanitärräumen in Schulen und Schulsportstätten aufgelegt. Die Stadt Mölln hat dies zum Anlass genommen, die dringend notwendige Sanierung der Waschräume, Duschen und Toiletten in der Dreifeld-Sporthalle in Angriff zu nehmen.

Barrierefreiheit war wichtig

Das Bauprogramm umfasst eine Kernsanierung der Sanitärräume: im Einzelnen eine Änderung der Raumzuschnitte (Vergrößerung WC-Bereiche, Verringerung Waschplätze), eine komplette neue Sanitärtechnik, eine Erneuerung der Elektroinstallation, eine Anpassung der Heizungs- und Lüftungstechnik sowie eine Erneuerung der Wasser- und Abwasserleitungen. Barrierefreiheit war ein wichtiges Thema bei den Umgestaltungen: durch die neu geschaffenen Behinderten-WC’s, die breiteren Türen zu den Wasch- beziehungsweise Duschräumen und jeweils eine Dusche mit genügend Bewegungsfreiheit und mit Sitzhocker ist die Nutzung der Sanitärbereiche durch Rollstuhlfahrer ermöglicht worden.

Hallenwart ermöglichte Bau in Ferien

Die Baumaßnahmen haben Anfang 2018 begonnen, sind mit Rücksicht auf den laufenden Betrieb abschnittsweise durchgeführt und im Wesentlichen bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen worden. Restarbeiten sind in den Herbstferien erledigt worden. Schulleiter Andreas Ahrends: Besonderer Dank gilt dem Hallenwart Andreas Willms.“ Dieser habe den Handwerkern stets Zugang zu den Räumen verschafft und sie vor Ort betreut. Dadurch sei es möglich gewesen, weitgehend ohne Unterrichtsausfall zu sanieren. Der Schulleiter freut sich vor allem, dass Schüler nun eher ein Interesse daran habe sich zu wasche und zu Duschen, weil die Räume nun sauber und gepflegt sind.

Gutachter befürchteten „Betonkrebs“

Eines fehlt bislang noch: Ein Spender für Papierhandtücher oder ein Föhn für die Hände. Die Sanierungsarbeiten an der halle sollen weitergehen. Es ist geplant eine dringend benötigte Akustikdecke einzubauen, damit der Lärm in der Halle für Schüler und Lehrer erträglicher wird. Doch das Projekt stehe momentan still, weil Untersuchungen am Beton liefen. Noch bis Februar liegen Proben des Mauerwerks in der Nebelkammer. Denn zwischenzeitlich war befürchtet worden, dass eine Alkali-Kieselsäure-Reaktion (umgangssprachlich: Betonkrebs) die Substanz der Halle zerstören würde. „Doch ein Ablatzen des Betons schreitet zum Glück nicht voran“, fasst Inka Spiller die ersten Ergebnisse der Untersuchung zusammen.

Von Florian Grombein

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