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Lauenburg Möllner Verein startet Projekt „Antisemitismus“
Lokales Lauenburg Möllner Verein startet Projekt „Antisemitismus“
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12:49 03.01.2016
Erstes Expertengespräch zum Auftakt des Bundesmodellprojektes „Zugänge schaffen“ des Vereins Miteinander leben mit (v. l.) Sieghard Bußenius (Mölln), Projektleiterin Gabriele Hannemann, Dr. Ittai Joseph Tamari, Uni München, Schulrätin Katrin Thomas, Larissa Bothe vom Anne Frank Zentrum Berlin und Birte Hewera vom ISHS/Yad Vashem. Quelle: hfr
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Mölln

Seit 2002 bearbeitet der Verein Miteinander leben e.V. in Kooperation mit Yad Ruth in Hamburg das Thema „Antisemitismus“ im Rahmen des Jugendbildungsprojektes „Open Mind — Leben mit dem gelben Stern“. In dieser Zeit haben mehr als 7000 Schüler der Region die Möglichkeit gefunden, Zeitzeugen des Holocaust zu begegnen, ihre Geschichte zu hören und Fragen stellen zu können, Exkursionen zu Gedenkstätten in der Region durchzuführen oder über Ausstellungen an den Schulen am Thema der „Shoa“ zu arbeiten. Bereits in den vierten Klassen der Grundschulen wird mit dieser Arbeit begonnen, wobei hier die Erstbegegnung mit dem „Judentum“ im Vordergrund steht, aber auch mit Kinderbüchern gearbeitet wird, die sich dem Holocaust auf kindgerechte Weise nähern.

In 13 Jahren Projektlaufzeit hat sich das Projekt „Open Mind“ viel Anerkennung an den Schulen erarbeitet, aber auch bei überregionalen Partnern wie dem Anne Frank Zentrum in Berlin oder beim German Desk der Internationalen Schule für Holocaust Studien (ISHS) der Gedenkstätte Yad Vashem, mit dem in vergangenen Jahren Seminarreisen für Lehrkräfte nach Israel oder Fortbildungen vor Ort organisiert wurden.

Mit dieser Expertise hat sich der Verein Miteinander leben bei der Ausschreibung des neuen Bundesprogramms „Demokratie leben“ des Bundesfamilienministeriums beworben und wurde mit seiner Projektidee „Zugänge schaffen“ — Konzeptwerkstatt „Antisemitismus“ als einziges Modellprojekt in Schleswig-Holstein aufgenommen.

Das Projekt ist eine Weiterentwicklung von „Open Mind“ und verfolgt das Ziel, zeitgemäße Konzepte zur Bearbeitung des Themas „Antisemitismus“ in historischer und aktueller Perspektive zu entwickeln. Bei einer Auftaktkonferenz Ende November zeigten sich zahlreiche Akteure an einer Mitwirkung interessiert und signalisierten eine Zusammenarbeit, unter anderem die Ratzeburger Schulrätin Katrin Thomas oder Antja Groeneveld vom Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus in Schleswig-Holstein. Die Arbeit wird im Frühjahr 2016 mit einem ersten Symposium in Mölln beginnen.

LN

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