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Möllner in Bismarckstraße müssen erst 2021 umziehen

Mölln Möllner in Bismarckstraße müssen erst 2021 umziehen

Bewohner in Sorge über Umsiedlungen und steigende Mieten nach Verkauf der Erbpachtgrundstücke – Kreisbaugenossenschaft (KBG) beruhigt.

Mölln. Die Nachricht vom Verkauf der Erbbaugrundstücke rund um die Bismarckstraße löste in sozialen Netzwerken Aufregung aus. Die Grundstücke mit Mehrfamilienhäusern in der Möllner Goethe- und Bismarckstraße sowie im Eckbereich Heinrich-Langhans-Straße/Klaus-Groth-Straße sollen für 1,52 Millionen Euro an die Gemeinnützige Kreisbaugenossenschaft Lauenburg verkauft werden (Die LN berichteten). Nachdem die Bewohner der Häuser rund um die Bismarckstraße in heller Aufregung waren, will die Kreisbaugenossenschaft die Mieter beruhigen. Mit Umsiedlungen sei erst ab 2021 zu rechnen. Daran, dass die Mietpreise in Zukunft teurer werden, führe laut Vorstand aber kein Weg vorbei.

„Wer kann sich dann noch die Wohnungen leisten, wenn alles fertig ist“, „Ich habe dabei ein ungutes Gefühl“, „Warum bekommt die Stadt solche Projekte nicht selber hin?“, „Wo sollen denn die Leute hin, die da jetzt wohnen“ – es sind nur einige der Kommentare, die Möllner jetzt auf Facebook in Hinblick auf die Nachricht äußerten.

Die Kreisbaugenossenschaft jedoch beruhigt: „Es muss sich niemand Sorgen machen. Vor dem Jahr 2021 passiert da gar nichts“, erklärt Wolfgang Engelmann, der sich den Vorstandsjob in der Kreisbaugenossenschaft mit seinem Kollegen Herbert Köster teilt. Aufgrund der langwierigen Bauplanung, sei mit den ersten Umsiedlungen wohl erst im Jahre 2021 zu rechnen. Geplant ist ein Architekturwettbewerb für das Quartier, den die Kreisbaugenossenschaft in Kooperation mit der Stadt Mölln initiieren will. Startschuss dafür soll laut Engelmann in der ersten Jahreshälfte 2017 sein.

Es soll außerdem ein Mieterrat gebildet werden, in dem eine frühzeitige Beteiligung der Bewohner gewährleistet werden soll. Bei den Umsiedlungen sollen die neuen Wohnungen vorrangig den jetzigen Mietern angeboten werden.

An Abriss und Neubau gehe bei vielen Wohnungen kaum ein Weg vorbei, berichtet Köster. „Wir hatten es in unserem Wohnungsbestand allein in 2015 mit 74 Wasserrohrbrüchen zu tun“, erklärt Köster. Die Wohnungen in der sogenannten ERP-Siedlung (European Recovery Program), die nach dem Krieg aus den Mitteln des Marshallplanes gebaut wurde, hätten teilweise nur eine Deckenhöhe von 2,10 Metern und seien nur 36 Quadratmeter groß.

„Als Bestand ist das erlaubt. Doch in dem Moment, wenn wir sanieren wollen, muss ein neuer Bauantrag gestellt werden“, sagt Engelmann. Heutzutage seien 2,40 als Deckenhöhe vorgeschrieben. Damit bleibe nur der Neubau, um die Wohnungen zu erhalten. Auch aus versicherungsrechtlichen Gründen gäbe es in der ERP-Siedlung Probleme. Veraltete Stromleitungen bringen ein Risiko mit sich.

Teilweise seien die Wohnungen aktuell aufgrund dieses schlechten Zustandes zu einem Quadratmeterpreis von fünf Euro vermietet. „Wir werden in den Neubauten deutlich höhere Mieten verlangen müssen“, sagt Köster. Vorstellbar wäre ein Preis pro Quadratmeter von 8,50 Euro. Doch das sei Spekulation, weil sich die Schätzung an den heutigen Kreditkonditionen mit niedrigen Zinsen orientiere, nicht an denen im Jahr 2012. Zweck der Baugenossenschaft sei es, für die Mitglieder eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung zu schaffen. Die Kreisbaugenossenschaft sei schließlich nicht gewinnorientiert. „In den Neubauten werden die Mieter aufgrund der energieeffizienten Bauweise viel weniger Nebenkosten zu zahlen haben“, berichtet Engelmann.

Kontakt zur Kreisbaugenossenschaft unter Telefon 04542/844040

Verkaufskonditionen

Die Kreisbaugenossenschaft besaß die Häuser in der ERP-Siedlung schon vor dem geplanten Verkauf. Sie stehen auf Erbpachtgrundstücken mit einer Restlaufzeit von etwa 30 Jahren, die bislang der Stadt gehörten.

Die Stadt verkauft das zuvor verpachtete Gelände der Siedlung mit 20000 Quadratmetern nun zu einem Preis von 1,52 Millionen Euro. Damit liegt der Verkaufspreis unter dem etwa für die Bismarckstraße vorgegebenen Bodenrichtwert von 105 Euro pro Quadratmeter für Mehrfamilienhäuser. (Quelle: Landesamt für Vermessung und Geoinformation S-H).

F. Grombein

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