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Möllner laufen Marathon über die Alpen

Mölln Möllner laufen Marathon über die Alpen

Klaus Willhöft und Bärbel Lemme von der MSV erfahren beim Ultra-Lauf Glücksmomente.

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Eine Plakette, die nur erhält, wer beim „Ultra“ ins Ziel kommt.

Mölln. Schnee fällt, die Luft ist dünn und kalt. Die Strecke verläuft selten gerade, es geht immer weiter bergauf bis zur Spitze. Diese Bedingungen würden viele Außenstehende sicher als Qual bezeichnen. Doch Klaus Willhöft und Bärbel Lemme von der Möllner Sportvereinigung macht dieses Gefühl süchtig.

LN-Bild

Klaus Willhöft und Bärbel Lemme von der MSV erfahren beim Ultra-Lauf Glücksmomente.

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Zusammen haben die beiden 53-Jährigen schon an diversen Ultra-Läufen teilgenommen. Es sind Läufe, die im Gegensatz zu Marathonläufen nicht nur von extrem langen Strecken gekennzeichnet sind. Sie zeichnen sich außerdem durch schwieriges Gelände aus und führen in der Regel über die Berge. Ende Juli haben die beiden bei der „Zugspitz Trailrun Challenge“ den höchsten Berg Deutschlands laufender Weise bezwungen. Und im September wollen sie in sieben Tagen durch vier Länder die Alpen beim „Transalpine-Run“ bezwingen.

„Es sind Glücksmomente und der Respekt vor der wunderbaren Natur – ein einmaliger Adrenalinkick“, sagt Willhöft. Aber beschreiben könne man das Gefühl eigentlich gar nicht richtig. Er hat im Laufe seines Lebens an diversen Marathonläufen teilgenommen. Doch irgendwann sei ihm das zu langweilig gewesen. Eine Bekannte bei der MSV, Bärbel Lemme aus Perdöhl in Mecklenburg, überredete ihn dann schließlich zu seinem ersten Ultra-Lauf. Die Lebenspartner der beiden tolerieren das aufwendige Hobby und sind auch so manches Mal dabei.

Am ersten Juli-Wochenende bereits fand in Österreich der erste „Stubai Ultratrail“ statt. Die beiden MSV-Sportler waren auch dabei. Von der Stadt auf den Gletscher, in diesem Fall von Innsbruck bis auf den Stubai-Gletscher, führte die Strecke 3150 Meter in die Höhe. Ohne intensives Training geht das auch für erfahrene Läufer aus dem Norden nicht. Zur Vorbereitung nahmen beide erfolgreich am „Rennsteiglauf“ (73 Kilometer) und beim „Fichtelberg-Ultra“ (55 Kilometer) teil. Bärbel Lemme legte noch den „Hike and Run“ (30 Kilometer) in Hohwacht drauf.

Um 1 Uhr war der Start unter dem „Goldenen Dach“ in Innsbruck. Die Strecke war durch den vorangegangenen Regen schwer zu laufen. Eine Stirnlampe und der Rucksack mit 1,5 Litern Getränk, Nahrungs-Gel, Stöcken und winterfester Kleidung erschwerten den Lauf durch zusätzliches Gewicht. Vor den Läufern lagen 65 Kilometer mit 4178 Metern Aufstieg und 2151 Abstieg.

Diese körperliche Höchstleistung sei nur gepaart mit eisernem Willen zu schaffen, so Willhöft. Bis zur letzten Verpflegungsstelle liefen Bärbel Lemme und er gemeinsam. An der Dresdner Hütte mussten alle Läufer die Jacken und langen Hosen anziehen und jeder wurde von erfahrenen Ärzten untersucht. „Ärzte sind immer dabei und überprüfen ständig die Gesundheit“, erklärt Willhöft. Später ging es getrennt voneinander weiter. Das Ziel wurde auf Grund von aufkommendem Eisregen und Nebel um eine Station nach unten verlegt. Doch bis dahin war es extrem anstrengend, zumal der Aufstieg zum Schluss auch noch bei dichtem Schneetreiben bewältigt werden musste. Überglücklich nahmen die beiden nach 14 und 15 Stunden die Medaille und das

Finisher-Shirt in Empfang.

„Die Eindrücke des Laufes mit Sonnenaufgang in den Bergen, wechselnder Vegetation von schroffer Felslandschaft bis hin zu Eisfeldern lassen sich emotional nicht wiederzugeben“, so der MSV-Sportler.

Für beide soll es nicht die letzte Teilnahme bei einem Ultra-Lauf sein. Schon im September geht es zum „Transalpine-Run“. Bärbel Lemme hat diesen Ultra-Lauf bereits erfolgreich gemeistert. Nach gesundheitlichen Problemen am Schienbein musste ihn Willhöft im Vorjahr jedoch abbrechen. Nun nimmt er den zweiten Anlauf. Willhöft: „Gute Vorbereitung ist alles.“

Florian Grombein

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