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Lauenburg Möllns mittelalterliche Eulenspiegel-Tage
Lokales Lauenburg Möllns mittelalterliche Eulenspiegel-Tage
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20:10 22.06.2013
Mölln

Irgendwie kann Mölln kein Fest ohne seinen berühmtesten Bürger, nämlich Till Eulenspiegel, feiern. Das fröhliche Fest, das bis heute Abend auf dem Markt, nur ein paar Schritte vom Grab des unsterblichen Narren entfernt, stattfindet, wurde denn auch gleich nach ihm benannt.

„Eulenspiegel-Tage“ ist die offizielle Bezeichnung für das mittelalterliche Spektakel, und der Name trifft zu: Eulenspiegel lebte ja im Mittelalter.

Was für ihn Alltag war, ist für uns in unserer hochtechnisierten Zeit schon recht exotisch. Zinngießern, Bürstenmachern, Seifensiedern oder Lederern bei der Arbeit zuzuschauen oder deren echte Handwerksarbeit zu erwerben, hat jedenfalls einen besonderen Reiz.

Vergleichsweise wenig hat sich im Laufe der Jahrhunderte wohl die Kunst des Backens verändert, aber was die historische Erlebnis-Backstube Vechta gleich neben dem Eulenspiegel-Brunnen anbietet, ist doch anders, als wir es heute kennen. Die Kräuterbrote duften einfach besser, und ihre Namen wie „Schmachtlappen“, „Knappenzipfel“ oder „Hungerhaken“ klingen auch ganz vielversprechend. „Greifen Sie zu“, ruft Bäcker Steve Behnke — und viele Besucher des fröhlichen Marktes tun das auch.

Selbst aktiv werden kann man an mehreren Ständen, was vor allen den Kindern gefällt. So zeigt Dag Wixforth aus Munkbrarup, wie man drechselt, dass die Späne fliegen. Figuren wie „Hans der Laute“ und „Kasper, der Gaukler“ amüsieren die Zuschauer mit Zaubertricks und Späßen. „Allerley Kurzweyl“ nennt sich dieses Programm — und der Name passt.

Das musikalische Programm ist eine Mischung aus Mittelalter und Rock. Das klingt zunächst unvereinbar, doch man kann diese Begriffe mischen. Das zeigt zum Beispiel die Gruppe „Horch“, die schon 2012 in Mölln gastierte und für die stimmungsvolle Musik bei den Eulenspiegel-Festspielen sorgte.

Heute geht das Fest auf dem Markt weiter — mit einem feucht-fröhlichen Höhepunkt: Um 17 Uhr beginnt die Narrentaufe der Eulenspiegel-Gilde. Fünf neue Mitglieder dieses Vereins werden an „seinem“

Brunnen von Eulenspiegel persönlich getauft. Patschnass müssen sie dann dreimal in verschiedene Himmelsrichtungen „Ich bin ein Narr!“ rufen.

Norbert Dreessen

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