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Lauenburg Möllns neue Baumschutzsatzung: Bei Verstoß droht Geldbuße
Lokales Lauenburg Möllns neue Baumschutzsatzung: Bei Verstoß droht Geldbuße
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20:18 08.12.2015
Eingriffe an Bäumen unterliegen der Möllner Baumschutzsatzung.

Die Regelungen der Baumschutzsatzung betreffen auch Bäume in den heimischen Gärten. Ein wesentliches Ziel der Baumschutzsatzung ist es, für eine vollständige Stadtlandschaft, markante Bäume, auch zu Gunsten der damit verbundenen Lebensräume und für den Klimaschutz zu erhalten.

„Wer die Baumschutzsatzung verletzt, begeht eine Ordnungswidrigkeit“, erklärt Jörg Thun, Leiter des Möllner Stadtgrüns. So eine Ordnungswidrigkeit könne mit einer Geldstrafe von bis zu 50 000 Euro geahndet werden. Es ist künftig nicht erlaubt, Bäume oder Teile von ihnen zu beseitigen, zu beschädigen, zu zerstören oder auf sonstige Weise erheblich zu verändern. Schädigungen sind Einwirkungen im Wurzel-, Stamm- und Kronenbereich des Baumes, die zum Absterben des Baumes führen oder nachhaltig seine Lebensfähigkeit beeinträchtigen können. Grundsätzlich sind laut Möllner Grünamt alle Bäume ab 120 Zentimetern Stammumfang im Gemarkungs- und Siedlungsgebiet der Stadt Mölln geschützt. Der Stammumfang, bei mehrstämmigen Bäumen der Umfang der zwei stärksten Stämmlinge, wird 100 Zentimeter über dem Erdboden gemessen. In Bebauungsplänen geschützte, kleinere Bäume bleiben geschützt.

Nicht unter die Regelungen der Baumschutzsatzung fallen Bäume innerhalb des bebaubaren Bereiches eines Bebauungsplanes und innerhalb des Abstandsbereiches von fünf Metern um ein zulässigerweise errichtetes oder zu errichtendes, baugenehmigungspflichtiges Vorhaben. Innerhalb des Abstandsbereiches bleibt die Untere Naturschutzbehörde für Bäume über 200 Zentimeter Stammumfang zuständig. Bis auf wenige Ausnahmen können Baumbesitzer alle Fragen zum Baumschutz über die neue Baumschutzsatzung klären und bearbeiten lassen. Die Kreisverordnung zum Schutz von Bäumen im Möllner Stadtgebiet werden damit aufgehoben.

Eine nächste Zielsetzung der neuen Satzung betrifft den Bürgerservice. Auf Anforderung werden Fachleute der Stadt die Baumbesitzer zum Baumschutz, zur Verkehrssicherung und zur Baumpflege beraten.

Genehmigungen werden nur erteilt, wenn ein Baum krank ist, wenn Gefahren von ihm ausgehen oder wenn er zu stark beschattet. Baumfällungen sind grundsätzlich nur erlaubt in der Zeit vom 1. Oktober bis Ende Februar jeden Jahres.

• Alle Regelungen sowie Antragformulare auf www.moelln.de.

Satzung und Salz
Das Einsatz von Streusalz fällt in die Liste schädlicher Handlungen. Es ist verboten Salze, Säuren oder toxische Stoffe in der Nähe der Bäume aufzubringen. „Es sollte im Winter weitgehend auf Salz verzichtet werden. Nach dem Abtauen fließt die Salz-Lauge an den niedrigsten Punkt. Das könnte zum Beispiel der Baumstandort sein“, erklärt Jörg Thun. Er kritisiert, dass im Handel gerade palettenweise Streusalz verkauft werde, obwohl der Einsatz untersagt sei. Nur bei schwerer Wetterlage dürfe das Auftausalz in Verbindung mit Sand oder Split aufgebracht werden. Der Einsatz von Streusalz sei nur zur Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht im Fahrbahnbereich möglich, wenn die Verwendung anderer Streumittel versage.

LN

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