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Lauenburg Moses mit Hörnern und der Blick nach Mecklenburg
Lokales Lauenburg Moses mit Hörnern und der Blick nach Mecklenburg
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22:14 25.09.2017
Die Gruppe aus Großhansdorf unternahm auch eine Fahrt auf dem großen Ratzeburger See. Quelle: Fotos: Norbert Dreessen

 Die Lübecker Nachrichten haben eine Gruppe begleitet, die sich Ratzeburg anschaute – und begeistert war. 

Die Kirchengemeinde Großhansdorf im Kreis Stormarn bietet jedes Jahr einen Gemeindeausflug an. „Wir fahren immer in eine der schönen Städte Norddeutschlands, und Ratzeburg stand schon lange auf unserer Wunschliste“, sagt die Organisatorin. Der Bus war schnell ausgebucht und setzte die Gruppe zuerst vor dem mächtigen Dom ab.

Die lauenburgische Kreisstadt gehört zu den beliebtesten Zielen für Tagesausflügler in Schleswig-Holstein – allein den Dom besuchen knapp 100000 Menschen im Jahr. Die Lübecker Nachrichten haben eine Gruppe begleitet, die sich Ratzeburg anschaute – und begeistert war.

Einer der Besucher ist Werner Luft. Er arbeitete früher als Küster und hat zu Kirchen einen besonderen Bezug. Der Dom hat ihn schon lange fasziniert: „Hier kann man immer noch mal etwas Neues entdecken.“

Die Gruppe aus Großhansdorf erlebt eine höchst sachkundige Führung. Klaus Lankisch weiß vieles. Auch Kurioses über das alte Gotteshaus, zum Beispiel die einem Übersetzungsfehler geschuldete Darstellung des Moses mit Hörnern auf dem Kopf. Lankisch geht ausführlich auf die berühmte Orgel im Dom ein und demonstriert die phantastische Akustik des Bauwerks, indem er in eine alte Orgelpfeife bläst. Der lange Nachhall des klaren Tons bringt die Gäste zum Staunen. „Hier muss ich unbedingt mal ein Orgelkonzert besuchen“, sagt Helga Grillenberger spontan. „Das werden Sie nicht bereuen“, verspricht Lankisch. Der Dom verfügt seiner Meinung nach über nichts weniger als „die wahre Königin der Orgeln“.

Der Dom sei in Ratzeburg „ganz klar das Touristen-Ziel Nummer eins“, sagt Jane Kischel von der örtlichen Touristen-Information. Großes Interesse bestehe auch an den Museen. Jene Häuser, die den Künstlern A. Paul Weber und Ernst Barlach gewidmet seien, würden von Kunstinteressenten aus ganz Deutschland und darüber hinaus besucht.

Wer nach Ratzeburg komme, der solle unbedingt auch eine Fahrt auf dem See unternehmen, empfiehlt Jane Kischel. Die Gruppe aus Großhansdorf lässt sich das nicht zwei Mal sagen und besteigt das Ausflugsschiff „Heinrich der Löwe“. „Dieser weite Blick bis nach Mecklenburg ist einfach wunderschön“, schwärmt Helga Büttner.

Joachim Wergin, Autor mehrerer heimatkundlicher Bücher, erzählt den LN, dass er immer gern nach Ratzeburg fährt: „Das ist für mich ein Stück Heimat. Zu DDR-Zeiten habe ich hier als Zollbeamter drei Jahre gelebt und gearbeitet.“

Zu jenen aus der Reisegruppe, die Ratzeburg noch gar nicht kannten, gehört Sylvia Kurzweg. Auch sie ist angetan von der kleinen Stadt: „Ich bin sehr beeindruckt und komme bestimmt mal wieder, um noch mehr zu sehen.“ Das dürfte auch ganz im Sinne der Ratzeburger Tourist-Information sein.

Viel Platz für Touristen

Viele Touristen statten Ratzeburg nur einen Tagesbesuch ab. Dabei gibt es in der Stadt so viel zu sehen, dass man auch eine Übernachtung einplanen könnte. Die Tourismus-Information im Rathaus kann zahlreiche Zimmer und Ferienwohnungen vermitteln. Die größten Hotels sind der Seehof mit 50 Zimmern, Wittlers Hotel mit 29 und das Hansa-Hotel mit 23 Zimmern. nd

 Norbert Dreessen

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