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Lauenburg Motorradfahren ist trendy – Zahl der Neuzulassungen steigt
Lokales Lauenburg Motorradfahren ist trendy – Zahl der Neuzulassungen steigt
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20:20 24.08.2016
Stefen Pomplun, 28, aus Ratzeburg bei Harley-Davidson Breitenfelde: „Ich hoffe, dass der Trend zum Motorrad anhält. Motorradfahren gehört heute wieder zum Lifestyle dazu. Für uns ist das positiv.“

Schon lange gilt das Lauenburgische mit seinen schönen Straßen und Alleen als Biker-Dorado. Nun belegen auch Zahlen, dass das Motorradfahren im Trend liegt. Die Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes zeigt die steigende Beliebtheit. Rund 53 Krafträder pro 1000 Einwohner gibt's in diesem Kreis, in absoluten Zahlen: 10122 Maschinen.

Im Kreis Herzogtum Lauenburg gibt es 10 122 Maschinen – Auch Frauen haben den Spaß mit Bikes entdeckt – Krachmacher sind rechtlich schwer zu greifen.

Nach der Auswertung des Kraftfahrt-Bundesamtes lag der Gesamtbestand an Motorrädern, Rollern, Trikes, Quads und Co Anfang 2016 bei uns um 187 über dem des Vorjahres und gleichzeitig auf einem neuen Höchstwert. Die Maschinen sind dabei längst nicht mehr nur Männersache: Mit einem Frauenanteil von 14,9 Prozent liegt dieser Kreis in der Bundesliga der Motorrad-Mädels auf Platz 23.

Spitzenreiter unter 403 Städten und Kreisen ist das bayerische Ansbach mit 17,4 Prozent. Trikes und Quads, die in dieser Rubrik mitgezählt werden, spielen beim Gesamtbestand aber eine eher untergeordnete Rolle: Die Zahl der Zweiräder stieg um 173 auf 9795. Die Zahl der Dreiräder liegt 2016 bei 73 (Vorjahr: 68). Bei den Quads sind 254 registriert (Vorjahr: 245).

9794, 9935, 10 122, war die Entwicklung bei der Gesamtzahl der Krafträder im Kreis Herzogtum Lauenburg in den Jahren 2014, 2015 und 2016. Für Frauen lautet die Zahlenreihe: 1439, 1463, 1508 für die letzten drei Jahre. Bleiben für die Männer: 8355, 8472, 8614 Kraftfahrzeugbriefe und -scheine. Oder 85,1 Prozent (Vorjahr: 85,3 Prozent). Eine klare Mehrheit, aber auch eine klare Ansage: Die Zeiten, da Frauen als Sozia nur „bella figura“ auf der Maschine machten, sind vorbei. Bundesweit wächst die Zahl der Frauen mit eigenem Zweirad von Jahr zu Jahr. 2016 wurden jetzt 566189 Mädels mit Maschinen gezählt. (557127 oder 9062, sprich 1,6 Prozent weniger, waren es noch Anfang 2015 gewesen.) Die Mitmenschheit, sprich die 947 pro 1000, die im Kreis Herzogtum Lauenburg nichts aus dieser Fahrzeug-Palette am Start haben, wird den Trend zum Kraftrad zuweilen mit gemischten Gefühlen sehen.

Denn Kindsköpfe auf knatternden Krachmachern treiben an sonnigen Sommernachmittagen die Anwohner an motorradfreundlichen Strecken schon mal zum Wahnsinn. Der Knackpunkt: Krachmaschinen sind nach den derzeitigen Vorgaben für die Betriebserlaubnis sogar zulässig und rechtlich schwer zu greifen. Die logische Folge: Überall formiert sich Widerstand, und die Forderung in der ABE, den Höchstwert des erlaubten Auspuffgeräusches so festzulegen, dass er nicht mehr nervt, wird nicht nur aus Baden-Württemberg an die EU herangetragen, die da das entscheidende Wort hat. Dazu kommen Forderungen nach Streckensperrungen für Motorräder, die dann auch denen den Spaß verderben, die gerne mit sanft schnurrendem Motor durch die Landschaft fahren.

Der zweite Trend wird diese leiseren Motoren noch eine Spur sanfter machen: Elektromotoren. Die gibt's, sie werden momentan vor allem in Roller (Scooter) eingebaut. Rechtlich sind die und E-Bikes und E-Krads zulassungspflichtig, wenn sie mit mehr als 45-Stundenkilometern tempomäßig in der (Klein)Kraftradklasse liegen. Im Gegensatz zum Elektroauto wertet das KBA den Bestand an diesen Elektrokrads noch nicht getrennt aus. Bei BMW kommt so ein Scooter schon mal auf 15000 Euro. Dafür gibt's auch eine R 1200 GS – bei männlichen Motorrad-Fans geliebt und auf Platz 1 der Neuzulassungen. Mädels auf Motorrädern haben es mehr mit Japanern. Auf denen sitzt sich's besser weil niedriger, aber leistungsmäßig halten die locker mit und sie kosten die Hälfte, bieten aber auch Adrenalin und Abenteuer.

Sie stehen zum Fahrspaß auf zwei Rädern

„Das Motorrad liegt wieder voll im Trend und gehört heute zum Lifestyle dazu“, erklärt Stefan Pomplun von Harley-Davidson Breitenfelde die gestiegenen Motorradzahlen im Kreis. „Mehr Leute entdecken das Motorradfahren in unserem schönen Kreis für sich, für uns ist das positiv.“

Bettina Jung und Martin Bläsing sind begeisterte Motorradfahrer: „Ob hier im Kreis oder in anderen Ländern: Zusammen ausfahren macht Spaß und ist ein tolles Hobby. Das sollte jeder einmal selbst ausprobieren. Vielleicht kommen dann ja noch mehr Leute auf den Geschmack.“

Bei der Fahrschule Koch in Mölln merkt man das gestiegene Interesse am Motorrad deutlich. „Die Nachfrage nach dem Motorradführerschein ist in den letzten zwei Jahren gestiegen“, sagt Fahrlehrer Bernd Kirey-Koch. „Dieses Jahr habe ich sogar mehr Frauen als Männer auf den Maschinen ausgebildet. Die jungen Leute wollen mobil sein, und die Älteren erfüllen sich häufig einen Jugendtraum.“

Dass der Kreis bei Motorradfahrern sehr beliebt ist, weiß auch Thore Litfil vom Eis Pavillon Pelz in Ratzeburg: „Besonders am Wochenende steuern viele Biker den Eis Pavillon an. Ob aus dem Kreis oder von weiter weg, die Motorradfahrer sind immer sehr nett, und auch die anderen Besucher freuen sich über die tollen Maschinen.“

zds

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