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Lauenburg Ratzeburger Kino unter Top 100
Lokales Lauenburg Ratzeburger Kino unter Top 100
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17:11 24.10.2018
Martin Turowski, Chef des Burgtheaters Ratzeburg Quelle: HFR
Ratzeburg

Die größte Deutsche Film-Community „Moviepilot“ hat deutschlandweit Filmfreunde dazu aufgerufen, ihr Lieblingskino zu nennen. Burgtheater und Norddeutsches Freiluftkino aus Ratzeburg sind dabei unter die Top 100 gekommen – 1672 Kinos gibt es laut Filmförderungsanstalt (FFA) insgesamt in der Republik. Bei der Aktion „Deutschlands Lieblingskino 2018“ wurden insgesamt 42 796 Stimmen abgegeben.

„Ich hoffe, dass wir dieses Jahr am Ende auf dem Siegetreppchen stehen“, sagt Martin Turowski, Geschäftsführer des Burgtheaters. Bereits im vergangenen Jahr habe man es in die Top 100 geschafft und dabei sogar sehr weit oben in der Liste gestanden. Turowski war 2017 bei der Prämierung des Lieblingskinos in München dabei.

Über Moviepilot

Deutschlands größte Film-Community „Moviepilot“ wurde 2007 gegründet und widmet sich täglich Nachrichten aus der Film- und Serienwelt. Das Portal verfügt über eine aktive Community von über 450 000 angemeldeten Mitgliedern und erreicht dank starker Social Media-Ausrichtung eine Millionen YouTube-Abonnenten und allein auf Facebook über zwei Millionen Fans. Dazu kommen Twitter, Instagram sowie Pinterest.

„Moviepilot“ empfiehlt auf Basis von mehr als 28 Millionen Bewertungen zu 95 000 Filmen und 9 500 Serien jedem Mitglied Entertainment nach seinem Geschmack. „Moviepilot“ zählt seit 2014 zu den Marken von Webedia in Deutschland.

72 Prozent aller Kinos bewertet

Zwischen 10. September und 11. Oktober konnten die Teilnehmer ihre Stimme abgeben. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl der Votings damit um 42,65 Prozent oder 30 000 Stimmen. 1209 Kinos erhielten mindestens eine Stimme. Damit erreichte die Aktion 2018 72,48 Prozent der Kinos in Deutschland. Nach der Publikums-Abstimmung folgt nun die Wahl des „Lieblingskinos 2018“, für die sich alle 100 prämierten Spielstätten bewerben können.

Fachjury der Filmbranche kürt Lieblingskino

Die Kinos haben bis zum 21. November 2018 Zeit, sich bei einer Fachjury um den Titel zu bewerben. Mitglieder der Jury sind Tabea Rößner, Bundestagsabgeordnete der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen (Fachthemen: Digitalpolitik, Verbraucherschutz, Medienpolitik, Filmpolitik), Stefan Gehrke, Chefredakteur „Filmecho“ Fachzeitschrift der deutschen Filmwirtschaft , Jan Oesterlin, PR Partner der Filmbranche sowie Ines Walk, Chefredakteurin „Moviepilot“. Dieses Jahr stehen Events und Maßnahmen der Kinos im Fokus, die über den Kino-Alltag hinausgehen und für Nachhaltigkeit sorgen. Das Lieblingskino des Jahres wird im Umfeld der Münchner Filmwoche 2019 gekürt.

Junge Kinobesucher wandern ab

Abgestimmt wurde in dieser Zeit auf der Homepage www.deutschlandslieblingskino.de. Vielen Kinos sei es gelungen, ihre Zuschauer für die Aktion zu gewinnen und sich als wichtigen, manchmal sogar einzigen Kulturstandort ihrer Region ins Gedächtnis zu rufen, teilten die Organisatoren mit. Durch den Fokus auf soziale Medien wie Facebook, Instagram und Twitter werde genau die Zielgruppe erreicht, die in den vergangenen fünf Jahren den Kinosessel mit dem heimischen Sofa getauscht habe. „Dem Kino sind über 35 Prozent der Besucher der Altersgruppe zwischen 20 und 29 Jahren verloren gegangen. Wir freuen uns über die Beteiligung“ , sagt Andrea Wöger, Senior-Redakteurin von „Moviepilot“. Mit der deutschlandweiten Aktion sollen die regionalen Lichtspielhäuser unterstützt werden.

Kinobesuch muss zum kulturellen Event werden

Auch Turowski spürt den Verlust junger Kinobesucher, die vor 20 Jahren noch einen Großteil der Gäste ausgemacht hätten. Er glaubt aber auch, dass man sie zurückgewinnen kann. „Wer in hohem Maße Streaming-Dienste wie Netflix oder Amazon nutzt, mag in der Regel auch das Kino“, sagt er. Als Mitglied des Netzwerks Innovativer Kino-Kollegen (NIKO) und des Hauptverbands Deutscher Filmtheater (HDF) tauscht er sich über die neuesten Entwicklungen im Bereich der Kinokundschaft regelmäßig aus. Dabei setzt er darauf, dass Kinoerlebnis durch Eventcharakter zu verbessen. Das gelinge etwa beim Open-Air-Kino sehr gut. „Bei unsern Tatort-Veranstaltungen haben wir bis zu 1000 Besucher“, sagt er. Eine beeindruckende Zahl, gerade im ländlichen Raum, sagt er. Während junge Besucher weggebrochen seien, seien jedoch gleichzeitig Besucher im fortgeschrittenen Alter, mit einem hohen Interesse an Filmkultur, hinzugekommen.

Kinos, die nun zum „Lieblingskino 2018 werden wollen, müssen einen Fragebogen ausfüllen. In diesem Jahr achtet die Jury besonders auf nachhaltige Ideen und Ideen außerhalb des Kinoalltags, so Andrea Wöger. Das Lieblingskino des Jahres wird im Umfeld der Münchner Filmwoche 2019 gekürt. Wöger: „Wir finde es spannend, den Kontakt zu Kinos aufzubauen.

Florian Grombein

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